3. Juni 2010
Keine Laufzeitverlängerung: Zukunft nur ohne Atomkraft
Von: BUNDSH, PM 23
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Schleswig-Holstein hat Ministerpräsident Peter Harry Carstensen aufgefordert, bei den Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Zukunft der Atomkraft im Interesse des Landes keiner Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zuzustimmen.
„Gerade die schleswig-holsteinischen Atommeiler Krümmel, Brunsbüttel und Brokdorf gelten bundesweit als Schrottreaktoren und haben ihre Störanfälligkeit immer wieder unter Beweis gestellt, sogar noch bei Stillstand der Anlagen.“„Ein Weiterbetrieb wäre ein unverantwortliches Spiel mit Gesundheit und Leben unserer Bevölkerung. Zudem ist völlig unklar, wohin der jetzt schon angefallene Atommüll sicher entsorgt werden kann.“
„Längere Laufzeiten für alte und gefährliche Atomkraftwerke und ebenso neue Kohlekraftwerke behindern den notwendigen und schnellen Ausbau der Regenerativen Energien.“„Der Weiterbetrieb abgeschriebener und technisch nicht auf dem neusten Stand befindlicher Atommeiler bringt vielleicht kurzfristige Profite für die Stromkonzerne, aber die Zeche zahlt die Bevölkerung mit einem unverantwortbar hohen Risiko
Der BUND hat heute ähnliche Appelle zum beschleunigten Atomausstieg an die fünf Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen gerichtet. Diese treffen im Bundeskanzleramt zum Energiegipfel mit Angela Merkel zusammen.
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