Termin

Titel:
Demonstration: 5 Jahre Fukushima, 30 Jahre Tschernobyl
Datum: 
Samstag, 12. März 2016 , 12:00 Uhr - 16:00 Uhr
Ort:
Asmus-Bremer-Platz, Kiel
Beschreibung:

Fukushima mahnt: Alle Atomanlagen sofort abschalten!

Dieses Jahr jähren sich die Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl zum fünften beziehungsweise dreißigsten Mal. Anlässlich dieses traurigen Jubiläums rufen wir zusammen mit dem Bundesverband WindEnergie, der Fukushima Mahnwache Schönberg, der Friedeswerkstatt Kiel, dem DFG-VK Kiel, der BI Kiel gegen Atomanlagen, dem IPPNW, Attac und dem Netzwerk Energiewende Lübeck gegen Atomkraft, für Klimaschutz/MontagsdemonstratInnen Lübeck zur Demonstration für einen sofortigen, echten Atomausstieg auf:

Samstag, 12. März 2016 - Beginn 12:00 Uhr auf dem Asmus-Bremer-Platz in Kiel. Zum Beginn der Demo wird eine kurze Kundgebung stattfinden, danach führt der Demo-Zug durch die Kieler Innenstadt, zurück zum Asmus-Bremer-Platz, wo eine Abschlusskundgebung abgehalten werden wird.
Der Demonstrationszug und die Kundgebungen werden musikalisch begleitet.

Als Redner sind geladen:

Demo-Aufruf/Hintergrund:

Vor 5 Jahren, am 11. März 2011, gerieten nach einem Erdbeben und Tsunami drei Reaktoren der Atomanlage in Fukushima außer Kontrolle. Obwohl die besondere Gefährdung dieser Region bekannt war, wurde auch dieses AKW aus Profitgier gebaut und betrieben.
Tausende Menschen mussten nach dem Super-GAU ihre Heimat verlassen. In der Region steigt die Zahl der Menschen mit Schilddrüsenkrebs unaufhörlich. Seit dem Unfall fließen täglich 200 Tonnen hochverstrahltes Wasser aus der Reaktoranlage in den Pazifik. Diese Verstrahlung hat bereit den amerikanischen Kontinent in der Höhe von Kalifornien erreicht.
Nach dem japanischen Super-GAU wurden in Deutschland nur 8 von 17 Reaktoren abgeschaltet. Die restlichen Atomkraftwerke dürfen zum Teil noch bis zum Jahr 2022 weiterlaufen. Sie erzeugen damit täglich große Mengen hochradioaktiven Atommülls, bei dem bis heute weltweit niemand weiß, wo er sicher gelagert werden kann. Außerdem besteht bei jedem dieser Reaktoren jeden Tag die Gefahr eines Super-GAUs - auch in Deutschland.
Der sogenannte Atomausstieg golt nicht für die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen. Sie besitzen beide eine ungefristete Betriebserlaubnis. Somit dürfen sie auch nach 2022 weiter Brennelement für Atomkraftwerke herstellen beziehungsweise Uran-235 anreichern. Von Lingen aus werden etwa zehn Prozent der weltweiten Atomkraftwerke beliefert. Deutsche Firmen und Banken sind welt maßgeblich beim Bau von Atomanlagen beteiligt.
Global ist die Atomkraftnutzung der Einstieg in den Atombombenbau. Atomanlagen stellen bereits in Friedenszeiten eine verantwortungslose Bedrohung für alles Leben auf der Erde dar. Unter Bedingungen, die zunehmend von militärischen Konflikten, Anschlägen und regionalen Kriegen bis zur permanenten Eskalationsgefahr zu Weltkrieg gekennzeichnet sind, verschärft sich diese Gefahr.
Nur eine weltweit konsequente Anti-Atom- sowie entschlossene Friedenspolitik können diese bedrohliche Entwicklung mit atomarer Aufrüstung und der konkreten Planung von Atomwaffeneinsätzen stoppen.
Fracking, bei dem giftige Substanzen in den Boden geleitet werden, und Kohleverbrennung mit hohem CO2-Ausstoß sind keine Alternativen zur Atomkraft.
Einzige Lösung ist daher die Umstellung auf dezentrale, vergesellschaftete erneuerbare Energien und eine Senkung des Energieverbrauchs.

Deshalb fordern wir:

Sofortiger Stopp aller Atomkraftwerke und Atomanlagen

 

 

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