Hühner, Hasen, Kühe und Schweine versammelten sich am 21. März 2012 vor dem Landeshaus in Kiel - allesamt phantasievoll verkleidete Demonstranten. Gemeinsam mit mehr als 20 Umwelt- und Tierschutzorganisationen, mit Bürgern und Landwirten demonstrierte der BUND Schleswig-Holstein für ein Umsteuern in der Agrarpolitik. Begleitet wurden die etwa 350 Demonstranten von 20 Landwirten, die mit ihren Treckern in die Landeshauptstadt gekommen waren.
Der BUND betrachtet die Landesregierung als konzeptlos gegen Massentierhaltungsanlagen und 200.000 Hektar Maisanbaufläche in Schleswig-Holstein und fordert eine klima- und umweltverträgliche, gentechnikfreie Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung. Denn die Menschen in Schleswig-Holstein wollen eine lebenswerte Landschaft mit bäuerlicher strukturierter Landwirtschaft und keine Agrarindustrie.
Der Klimaschutz müsse nach Ansicht des BUND-Landesverbandes in der Landwirtschaft eine weitaus größere Rolle spielen. Mit einer ungebremsten Fleischproduktion sei dies nicht vereinbar. Claudia Bielfeldt forderte bei der Kundgebung vor dem Landeshaus in Kiel eine Abkehr von Massentierhaltung, Futtermittelimporten aus Drittländern, Pestizideinsatz und Intensivdüngung als Hauptquellen für klimaschädliche Emissionen sowie eine Abkehr vom Vertragsklimaschutz, denn notwendig ist der Klimaschutz auf der gesamten Fläche. Außerdem müssen sämtliche Fördergelder für die Landwirtschaft konsequent an Umwelt- und Naturschutzleistungen der Landwirte gebunden werden statt eine umweltschädliche Landbewirtschaftung weiterhin mit Subventionen zu belohnen. Es ist ein Skandal, dass diese Landesregierung den ökologischen Landbau nicht mehr fördert.
Mit der Demonstration wurde kurz vor der Wahl ein deutliches und vielfältiges Zeichen für eine bäuerliche, ökologisch ausgerichtete und global verantwortliche Landwirtschaft mit Zukunft gesetzt!