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Ostseeimpressionen, Fotos: C.Burggraf, M. Borkowski, I. Walenda

Das grüne Band entlang der Ostsee

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Das europäische Grüne Band bildet das ökologische Rückrat Europas, daß sich entlang des ehemaligen Eisernen Vorhanges von der Barentssee zum Schwarzen Meer erstreckt. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs entwickelte sich das Grüne Band Projekt zunächst als Graswurzelbewegung, die die unberührte Natur, die sich sozusagen im Schutz des Grenzstreifens entwickelt hatte, schützen wollte. Inzwischen hat diese Bewegung sich zu einer international anerkannten und gefeierten Initiative gemausert, die auch seitens der Politik unterstützt wird.

Die Vision der Europäischen Grün-Band Initiative ist die Erschaffung eines globalen Symbols für grenzüberschreitende Kooperation in Naturschutz und nachhaltiger Entwicklung. Die Aktivitäten entspringen hauptsächlich in den ehemaligen Grenzregionen selbst. Menschen, die durch die militärischen Sperrgebiete Jahrzehnte lang getrennt waren, arbeiten heute gemeinsam an der Entwicklung ökonomisch und ökologisch nachhaltiger Regionen und am Erhalt des grünen Erbes.

Nun hat die Projektfamilie am Grünen Band Europa Nachwuchs bekommen.
Mit der Auftaktveranstaltung Mitte Februar 2009 startete als jüngstes Kind das INTERREG IV B Projekt baltic green belt.

Es bildet den Rahmen für zahlreiche Grüne-Band-Aktivitäten zur Förderung von Naturschutz und nachhaltiger Entwicklung entlang der Osseeküste zwischen Travemünde (Lübeck) und der Finnisch-Russischen Grenze und schließt damit die letzte größere Lücke im Grünen Band Europa.

Das Grüne Band der Ostsee ist mit seinem Küstenstreifen und der Wasserseite eine einmalige Region innerhalb des sonst rein kontinentalen Grünen Bandes.
Unterwassserparadiese mit Tangwäldern und Seegraswiesen, Überflutungsmoore und Strandwälle. Buchten und Bodden und noch viel mehr bietet das Grüne Band an der Ostsee.

Der BUND Landesverband Schleswig-Holstein wird dazu beitragen, diese Schätze der Ostseeküste zu bewahren. Gemeinsam mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Coalition Clean Baltic (CCB), der World Conservation Union (IUCN) und weiteren (inter)nationalen Partnern.

Die Aktivitäten innerhalb des Baltic Green Belt Projektes richten sich unter anderem auf

  • die Verbesserung des ökologischen Zustandes des Küstenstreifens mit einem intergrierten Küstenmanagement (IKZM)
  • Schützen von Flächen und deren Erhalt für die Zukunft
  • Nachhaltiger, ökologischer Tourismus
  • Die Verbesserung des ökologischen Zustands jenseits der Wasserlinie durch ökologische Landwirtschaft, Verminderung der Belastung durch Abwässer
  • Netzwerkbildung der Regionen untereinander um Synergieeffekte zur nachhaltigen Entwicklung und im Naturschutz zu erreichen
  • Unterstützung in der Umsetzung des Ostseeaktionsplanes der HELCOM (Helsinki Kommission, eine Koalition der Ostseeanrainerstaaten)

Ein weiterer Baustein ist außerdem die Verbreitung und Unterbreitung von Informationen über das Projekt und die damit verbundenen Aktivitäten. Besonders die Gewinnung der Verantwortlichen in der Politik, sowie die Aufnahme von Positionen und Forderungen zugunsten der Projektziele in Programmen und Verträgen sind essentiell für den Erfolg.

Weitere Informationen:

Projekt "baltic green belt", BUND Landesverband Schleswig-Holstein,
Elke Körner, Tel.: 0431-66060-52, Email: elke.koerner@bund-sh.de

Projektwebseite: www.balticgreenbelt.net

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