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Lebensraum Ostsee


Die Ostsee ist ein Meer mit vielen Besonderheiten: Ihre Entstehungsgeschichte  ist sehr jung und begann vor gerade einmal 12.000 Jahren nach der letzten Eiszeit. Viele Bewegungen der Erdkruste durch Gletscherwanderungen führten zu ihrer heutigen Form und Struktur. Sie ist eines der größten Brackwassermeere der Welt! Das bedeutet, sie ist sowohl süß als auch salzig. Wie kommt das? Viele einströmende Flüsse versorgen die Ostsee mit Süßwasser, während ihre Verbindung zur Nordsee im Kattegat immer wieder Salzwasser einströmen lässt.

So vielfältig die umgebenden Küsten sind, mit ihren Lagunen, Windwatten, Flachwasserbereichen, Sandbänken, Riffen, sowie den Flach- und Steilküsten, so einzigartig ist die Tier- und Pflanzenwelt der Ostsee. Durch den abnehmenden Salzgehalt von West nach Ost und viele Bereiche mit wenig Sauerstoff haben es die Lebewesen von Natur aus aber nicht immer leicht.

Am bemerkenswertesten sind wohl die Wale und Robben: vor allem in der südwestlichen Ostsee kann ab und zu der Schweinswal gesichtet werden und in den nördlichen und östlichen Regionen vereinzelt auch Seehunde, Ringel- und Kegelrobben. Eine Vielfalt an Seevögeln, Fischen, Krebsen, Muscheln und Schnecken, Quallen und Planktonorganismen wartet darauf , von dem entdeckt zu werden, der sich nicht durch das kalte Wasser abschrecken lässt. Seegras und Algen bieten vielen Tieren Nahrung und Schutz und sorgen für genügend Sauerstoff in ihrem Umfeld.

Rund 80 Millionen Menschen wohnen im Einzugsgebiet der Ostsee. Durch intensive Landwirtschaft, Abwässer, Industrie und Verkehr belasten wir das kleine Meer mit Nährstoffen, Giften und Müll. Unsere Ostsee braucht Schutz und Hilfe, wenn wir und auch die nächsten Generationen sich weiterhin an ihrer Schönheit und ihrem einzigartigen Natur- und Kulturreichtum erfreuen wollen.

 



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