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Überdüngung

Algenteppich in der Ostsee, M. Lohmann

Algen sind das Schwungrad im Kreislauf:

Die Unterwasserlebensräume prägen den Lebensraum Ostsee. Sie bergen reiche Nahrung für Meeresenten, Robben und Schweinswal. Die Grundlage hierfür ist das Funktionieren eines komplizierten Systems von sauberem Wasser, Licht, verfügbaren Nährstoffen und dem Wachstum von freischwimmenden, kleinen Algen.

Nährstoffe - Segen und Fluch:

Algen benötigen Nährstoffe, um wachsen zu können und den Motor des Lebenskreislaufes aufrecht zu erhalten. Durch die Überfrachtung der Ostsee mit Nährstoffen entsteht jedoch ein übermäßiges Algenwachstum. Es macht das Wasser trüb und weniger Licht erreicht die großen Wasserpflanzen. Sterben die Algen und sinken ab, sind Sauerstoffmangel und Artensterben am Meeresboden die Folge. Das Fachwort hierfür lautet: Eutrophierung. Nährstoffe gelangen auf zwei Wegen, als Abgase über die Luft und durch die Überdüngung in der intensiven Landwirtschaft sowie als kommunale Abwässer über das Grund- und Flusswasser, in die Ostsee. Seit 1900 entwickelte sich die Ostsee immer mehr von einem ursprünglich nährstoffarmen, klaren Meer zu einem überdüngten, häufig trüben Gewässer.

Nährstoffeintrag senken und Leben schenken:

Das weitere Umstellen auf Öko-Landbau, die Förderung des Bahnverkehrs, die Klärung von Abwasser und das endgültige Verbannen von Phosphaten aus unseren Waschmitteln im gesamten Ostseeraum können die Nährstoffbelastung deutlich vermindern. Damit kann die Vision eines guten ökologischen Zustands der Ostsee mit klarem, sauberem Wasser und einer gesunden Artenvielfalt wieder Realität werden.



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