Sie befinden sich hier:

Riffe

Vom Meeresboden emporragende Block- und Steinbedeckungen bilden mineralische Riffe, die mit ihren strukturreichen Höhlen und Lücken gute Lebensbedingungen und Versteckmöglichkeiten für viele wirbellose Tiere bieten. Sie wurden in der Regel von der Eiszeit zusammengeschoben und üben aufgrund ihrer vielfältigen, bunten Lebensformen auf Taucher eine Faszination aus.

Als biogene Riffe bieten Miesmuscheln Hartsubstrate für andere Organismen und werden von Grün-, Braun- und Rotalgen so wie von Seepocken, Moostierchen und Hydrozoen besiedelt. In den Zwischenräumen der Muschelbänke tummeln sich unzählige Borstenwürmer und Kleinkrebse. Fische wie der Ostseehering nutzen die Pflanzen und Steinchen, um ihren Laich anzuheften und die Jungfische aufzuziehen. Neben der Miesmuschel sind sie ihrerseits Nahrungsquelle für Wasservögel, die dort aufgrund des üppigen Nahrungsangebotes überwintern.

Als einzige natürliche Hartböden in der südlichen Ostsee kommt diesen Riffen eine große ökologische Bedeutung zu und macht sie zu einem wertvollen und schützenswerten Lebensraum.

 

Quelle:

Fritz Gosselck & Jan Kube, Naturmagazin 3/2004



Metanavigation: