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Quallen und Plankton

Schneckenlarve vergrößert, M. Lohmann

Plankton - Winzlinge unter Wasser:

Ein großer Teil des Lebens der Ostsee ist mikroskopisch klein – und doch unverzichtbar. Das einzellige Plankton ist so etwas wie die Grundlage des Lebens im Meer, ohne das es keine Quallen und Kleinkrebse, Fische und Wale gäbe. Die frei im Wasser schwebenden kleinen Algen fangen das Sonnenlicht ein und binden im Wasser gelöste Nährsalze. In der Ostsee gibt es knapp 300 Arten von ihnen. Erst unter dem Mikroskop kann man die atemberaubende Vielfalt dieser Einzeller erkennen. Stäbchen, Sternchen, Fäden und Kugeln, allein die Formenvielfalt beeindruckt. 

Von den Algen leben zahlreiche Vertreter des Zooplanktons, der frei in der Meeresströmung treibenden wirbellosen Tiere. Diese sind oft kaum größer als ihre Nahrung. Auffällig sind hier zum Beispiel zahlreiche Kleinkrebsarten aus den Gruppen der Blattfuß- und Ruderfußkrebse. Diese Winzlinge sind unermüdliche Algenfresser, ebenso die skurril geformten Rädertierchen und die einzelligen Flagellaten. Auch Jungtiere vieler größerer Tiere tun es ihnen gleich. Die Larven der Schnecken und Muscheln beispielsweise leben im Plankton.


Quallen – die Riesen im Plankton:

Quallen schwimmen kaum aus eigener Kraft, sondern treiben frei in der Strömung und werden daher dem Plankton zugerechnet. Die von Badenden gefürchtete Feuerqualle erreicht stattliche 40 cm Durchmesser. In der südlichen Ostsee ist sie sehr selten, denn sie kann sich im salzärmeren Wasser nicht vermehren und wird lediglich hin und wieder aus der Nordsee eingeschwemmt. Die verbreitete und ungefährliche Ohrenqualle ist nicht so empfindlich. Prachtexemplare erreichen vor der deutschen Küste stolze 30cm und haben hier reichlich Nachwuchs. Im salzarmen Finnischen Meerbusen erreicht diese Art nur noch ein Drittel dieser Größe und Nachwuchs ist rar.

Cyanea capillata (Feuerqualle), E. Körner

Quellen:

  • EinBlick in die Ostsee, BUND
  • Die Ostsee – Ein Lebensraum stellt sich vor, BUND


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