Fehmarn-Belt-Querung
Seit der Unterzeichnung des Vertrages am 3. September 2008 durch Deutschland und Dänemark gilt der geplante Bau der festen Fehmarn-Belt-Querung als beschlossen. Am 14. Januar 2010 ist der Vertrag in Kraft getreten.
Trotz Widerstände der Fehmaraner Bevölkerung und sämtlicher Umweltschutz-Organisationen soll das Milliardenprojekt im Jahr 2012 starten.
Mithilfe dieser Beltquerung sollen ökonomische Impulse gesetzt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Doch ob die Ziele erreicht werden ist fraglich. Keine Frage sind die erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt.
- Für die Zugvögel, die alljährlich über den Fehmarn-Belt fliegen, bedeutet dieses große Hindernis eine ernste Bedrohung. Für die benachbarte Fehmarnsundbrücke wurden bereits Vogelschlag, Scheuch- und Barriere-Wirkungen sowie die Zerschneidung von Nahrungs- und Rastgebieten nachgewiesen.
- Durch die Brückenpfeiler werden Veränderungen der Strömungsverhältnisse befürchtet, welche die Zuflüsse sauerstoff- und salzreichen Wassers aus der Nordsee beeinträchtigen könnten
- Für die Schifffahrt werden die Engpässe im viel befahrenen Fahrwasser zwischen den Brückenpfeilern ebenfalls ein erhöhtes Risiko bedeuten.
Nachdem die Bahn fast die Hälfte weniger Züge über die Querung schicken will als zunächst prognostiziert, stellt sich die Frage der Sinnhaftigkeit dieses Projektes mehr denn je.
Aus Sicht des BUND sollte diesem wahnwitzigen Verkehrsprojekt lieber heute als morgen eine Absage erteilt werden.
















