Auch für die Bewohner von lehmigen Abbruchkanten,z.B. die Pelzbiene, kann man mit wenig Aufwand und wenig Platz Nistmöglichkeiten schaffen.
Dazu wird Lehm in geeignete Rahmen eingefüllt. Hier wurde ein Pflanzstein verwendet. Diese Steine sind aus Beton gefertigt und daher sehr stabil. Sie können günstig in verschiedenen Formen und Größe im Baustoffhandel zu bezogen werden. Wichtig bei der Wahl es Füllmaterials ist es, dass der Lehm nicht zu fest wird, damit die Insekten auch darin graben können. Leider habe ich schon viele, mit viel Arbeitsaufwand hergestellte Lehmwände gesehen, die so hart geworden sind, dass die Insekten keine Chance hatten, eigene Gänge in die steinharte Masse zu graben.
Als Faustregel kann man sagen, dass der Lehm richtig ist, wenn man ihn ohne Mühe mit dem Fingernagel ritzen kann. Am Besten geeignet ist Lehm mit einem hohen Anteil von feiner Substanz, sog. Schluff. Das Untermischen von Sand, um den Lehm weicher zu machen, bringt auch nicht den gewünschten Besiedlungserfolg, da sich die harten Sandkörner mit dem Lehm verbinden und die Insekten nicht richtig graben können.
Ein Tipp: wer in seiner Umgebung keinen Lehm findet, der nach dem Aushärten weich genug bleibt und alle die, die einfach nur sichergehen möchten, dass der Lehm geeignet ist, können auch feinen Lehmputz verwenden. Lehmputz wird von vielen alternativen Baustoffhandlungen verkauft. Er lässt sich einfach verarbeiten und wird erfahrungsgemäß von den Stechimmen genutzt, die in Lehmsteilwände selber Röhren graben. Auch Arten, die Lehm lediglich Material zum Verschluss ihrer Niströhren verwenden, nehmen dieses Baumaterial gerne an.