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Naturschutzgebiet Beltringharder Koog

In den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten sind in Dänemark, Deutschland und vor allem in den Niederlanden große Flächen des Wattenmeeres eingedeicht worden. Ursprünglich erfolgten diese Eindeichungen in erster Linie zur Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen. Die neueren Deiche wurden aus Küstenschutzgründen zur Verkürzung der Deichlinie, Schaffung einer zweiten Deichlinie oder zur Verringerung des Flutraumvolumens gebaut. Der nach der Großeindeichung in der Nordstrander Bucht entstandene "Beltringharder Koog" ist mit rd. 3.350 ha Fläche das größte Naturschutzgebiet Schleswig-Holsteins. Die Ausweisung dieses großen Naturschutzgebietes ist ein gewisser Ersatz, wenn auch kein vollständiger ökologischer Ausgleich für die verloren gegangenen Wattflächen. Während ursprünglich noch eine intensive landwirtschaftliche Nutzung im Koog vorgesehen war, ist nunmehr die weitgehend unbeeinflußteEntwicklung der Flächen zu ökologisch bedeutsamen Biotopen festgelegt.

In dem Naturschutzgebiet "Beltringharder Koog” finden sich ausgedehnte Salz- und Süßwasserlebensräume, Überschwemmungsgebiete und Sumpflächen sowie feuchte Wiesenbiotope und Bereiche, die einem spezialisierten küstennahen Binnensee entsprechen. Im Rahmen der Ersatzmaßnahmen für den Deichbau ist so ein zusammenhängendes Gebiet für die international gefährdeten Wat-, Wasser- und Wiesenvogel-Artengeschaffen worden.

Das Naturschutzgebiet darf nicht betreten oder befahren werden, ausgenommen der Außendeich  und der Damm zur Badestelle Lütmoorsiel.
Die Betreuung des Gebietes wird von der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Beltringharder Koog (AGNB) organisiert. In der AGNB arbeiten folgende Naturschutzverbände zusammen: Naturschutzbund (NABU) als federführender Betreuungsverband, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer und die Naturschutzstiftung WWF. Ziel der AGNB ist es, das Naturschutzgebiet Beltringharder Koog entsprechend seinen anspruchsvollen Naturschutzzielen zu betreuen und weiter zu entwickeln. 

Ansprechpartner für den BUND ist Carl-Heinz Christiansen, Email: bund-nf@versanet.de



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