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Naturschutzgebiet Dalbek-Schlucht

Das NSG Dalbek-Schlucht liegt an der Südgrenze Schleswig-Holsteins im Kreis Herzogtum Lauenburg am Ostrand von Hamburg und berührt dieGemeinden Börnsen, Escheburg und Kröppelshagen. Das Naturschutzgebiet ist geprägt von einem Schluchtwald, der von dem in seiner ursprünglichen Form erhaltenen Fließgewässer Dalbek mit ausgeprägten Mäandern durchzogen wird. Der Wald besteht vorwiegend aus Laubbäumen, wobei die Rotbuche vorherrschend ist. Das Relief der Dalbek erklärt sich aus der Entstehungsgeschichte. Die um die Dalbek herum liegende Hohe Geest (Altmoräne) wurde von der Saale-Eiszeit (vor 200.000 bis 125.000 Jahren) aufgeschüttet. Die nachfolgende Weichsel-Eiszeit (vor 80.000 bis 15.000 Jahren) blieb von Norden kommend mit ihren Gletschern ca. 30 km vor dem Elbeurstromtal stehen. Die Schmelzwasser spülten diverse Seitentäler zur Elbe in die Hohe Geest. Vor den Eiszeiten befand sich über Norddeutschland ein riesiges Meer. So auch im Tertiär, das ca. 65 Millionen Jahre zurück liegt. Erosionen im Dalbektal haben tiefe Einschnitte hinterlassen, die Böden aus dem Tertiär freigelegt haben, zu erkennen am grauen Ton und den darin eingebetteten Muscheln.

Das Faszinierende am Dalbektal ist seine Schönheit, besonders im Frühling. Im lichtdurchfluteten Wald gibt es großflächige Teppiche von Buschwindröschen (Anemonen). Auch die anderen Frühlingsblüher wie Scharbockskraut, Lerchensporn, Schlüsselblume, Lungenkraut, Waldmeister, Veilchen, Sauerklee, Salomonsiegel, Goldnessel, Maiglöckchen, Zweiblättrige Schattenblume, Milzkraut, Sternmiere usw. sind nicht zu übersehen.Auffällig im Frühling sind natürlich der Gesang und das Trommeln der Vögel. Dazu gehören insbesondere die Spechte und Meisen, Kleiber, die Drosseln, die häufigen Finken und Laubsänger, aber auch Zaunkönig, Rotkehlchen, Baumpieper, Gartenrotschwanz, Mönchsgrasmücke, Zwerg- und Trauerschnäpper, Baumläufer, Hohl- und Ringeltaube, Kolkrabe und Rabenkrähe. In anderen Jahreszeiten machen sich Waldkauz, Mäusebussard, Habicht und Eichelhäher bemerkbar.

Eine große Bedeutung hat die Dalbek auch im Winter für durchziehendeoder länger rastende Vögel.
Die Säugetiere des Waldes bekommt man eher selten zu Gesicht. Die meisten Tiere sind nachtaktiv. Erwähnenswert sind neben Reh und Hase auch Dachs, Fuchs und (ja: Säugetiere!) die Fledermäuse.
Gerne dürfen sich Gäste an der Schönheit der Dalbek erfreuen, aber bitte bleiben Sie auf den Wegen. Die Wege sind so abwechslungsreich, daß man auf ihnen alle Eigenheiten des Gebietes erfahren kann. Sie führen quer durch die Schlucht oder entlang des höher gelegenen Randes.
Die Ortsgruppe Börnsen des BUND veranstaltet Rundgänge durch den Waldes. Zusätzlich bieten wir Führungen auf Anfrage.Ein Schaukasten mit Informationen zum Dalbekwald befindet sich in Börnsen am Eingang bei der Waldschule.

Ansprechpartner für den BUND ist Klaus Tormählen (BUND-Gruppe Börnsen), Tel.: 040-72 03 74 6



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