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Blinde Kuh
Foto: BUND SH - Spielen in der Natur

Ein Garten für Kinder

Kinder sind überaus neugierig, darum sollte ein Garten für Kinder einen immer wieder verlockenden "Lebens"raum darstellen, in dem Kinder Natur er"leben" und mit allen Sinnen erfahren können. Der Garten darf kein statisches Einheitsgebilde sein, das mit viel Mühe, Kosten und Chemie über Jahre hinweg in gleichbleibender Eintönigkeit erhalten bleibt und von der ersten bis zur letzten Ecke den freien Kontrollblick ermöglicht. Auch auf kleinen Grundstücken und unter Aufwand geringster finanzieller Mittel lässt sich der Garten durch geschickte Aufteilung, flexible Nutzung und gute Ideen vielfältig und interessant für Kinder gestalten - und leistet zudem einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Natur.

Der BUND möchte mit seiner Aktion "Ein Garten für Kinder" erreichen, dass in vielen Gärten ein Mehr für Kinder und Natur erreicht wird. Hierzu geben wir detaillierte Angaben zur Vorgehensweise und nennen die wichtigsten Pflanzen und Materialien. Elemente, die einen Garten für Kinder bereichern:

1. Erdmulden und Hügel: Kinder wollen rennen, klettern, bauen, matschen, Dinge verändern. Erdmulden und Hügel, mit wenig Aufwand selbst zu errichten, bieten dafür ideale Bedingungen. Eine Baustelle am Fuße des Hügels mit vielen unterschiedlichen Materialien wie Lehm, Hölzer, Kastanien, Laub, Steine, Kies, Mulch etc. gibt den Kindern mehr Möglichkeiten als eine einfache Sandkiste.

2. Eine Trockenmauer kann einen Teil der Gartenbegrenzung ausmachen und bietet dabei vielen Tieren und Pflanzen einen Unterschlupf. Sie ist optimal für die Beobachtung von Käfern, Spinnen und anderen Krabbeltieren.

3. Wildblumenwiese: Es gibt keinen besseren Ort, an dem Blumen, Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und andere Flieger beobachtet werden können.

4. Feuerstelle: Sie lädt zu gemütlichen Stunden ein und lässt Abenteuerromantik aufkommen. Die Kinder lernen den Umgang mit Feuer, sie können Äpfel, Brot, Kartoffeln und Gemüse rösten.

5. Weidentipi: Die Weiden werden zu einem Indianderzelt, Gängen oder Tunnel zusammengesteckt und bieten tolle Spiel- und Versteckmöglichkeiten.

6. Kräuterspirale: Sie eröffnet den Kindern eine neue Erlebniswelt von verschiedenen Düften. Die frischen Kräuter schmecken besonders gut im Salat, den die Kinder selbst anrichten können.

7. Ein Gemüsebeet und ein Komposthaufen dürfen eigentlich in keinem Garten fehlen. Kinder lernen, zu säen, zu ernten und zuzubereiten. Auf dem Kompost erkennen sie, wie der Abfall wieder zu Humus umgewandelt wird.

8. Lesesteinhaufen: Hier werden Steine unterschiedlichster Form, Größe und Farbe aus der Umgebung aufgebaut. Kinder können klettern, in der Sonne sitzen, den Überblick genießen.

9. Hecke: Mit Beerensträuchern, Haselsträuchern, Hainbuchen und anderen einheimischen Heckenarten kann ein Schutzraum für viele Tiere (Vögel, Igel, Insekten) eingerichtet werden.

10. Obstbaum: Als Heim für Tiere, Klettergerüst, Schattenspender sowie als Obstlieferant bietet der Obstbaum viele Nutzungsmöglichkeiten.

Der BUND hat diese und weitere Gestaltungsvorschläge mit einfachen Hinweisen zum Nachmachen zusammengestellt. Fordern Sie unsere Broschüre "Ein Garten für Kinder" an.



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