Robbe in Sicht! - Rückehr der Meeressäuger

"Robbe in Sicht!" informiert über die Rückehr der Robben an die Ostseeküste – und erklärt, wie wir ihnen respektvoll begegnen und sie gemeinsam schützen können.

Robben kehren zurück! - Weshalb wir aktiv werden

Projektlogo

Kegelrobben und Seehunde waren in der Ostsee über viele Jahrzehnte verschwunden. Heute kehren sie zurück – langsam, aber sichtbar. An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste steigen die Sichtungen, besonders im Bereich des Fehmarnbelts.

Mit dem Projekt „Robbe in Sicht!“ macht der BUND Schleswig-Holstein diese Entwicklung sichtbar und begleitet sie fachlich und verständlich. Wir informieren, vernetzen, klären auf – und bereiten Menschen darauf vor, diesen besonderen Meeressäugern respektvoll zu begegnen, um verantwortungsvolles Miteinander von Mensch und Robbe zu fördern.

Das Projekt wird durch die BINGO!-Umweltlotterie gefördert und arbeitet eng mit Fachstellen wie den Seehundjäger*innen, dem LKN.SH, dem Umweltministerium (MEKUN), regionalen Tourismusakteuren und weiteren Institutionen zusammen.

Hintergrund: Von der Ausrottung bis zur Rückehr

Seehund auf Helgoland (Foto: Pixabay - A_Different_Perspective)

Robben gehörten einst selbstverständlich zum Bild Ostsee. Doch Jagd, Umweltgifte und Lebensraumverlust sorgten dafür, dass der Bestand im 19. und 20. Jahrhundert fast vollständig verschwand. Seehunde waren ab etwa 1850 aus der Ostsee verschwunden, die letzten Kegelrobben galten ab 1920 als ausgestorben.

Dank Schutzmaßnahmen und internationalen Abkommen wie der FFH-Richtlinie und der HELCOM-Konvention konnte sich der Bestand erholen.

Aktuelle Zahlen für die schleswig-holsteinische Ostseeküste (2024, LKN.SH):

  • 82 Seehunde (+14 % zum Vorjahr)
  • 37 Kegelrobben (+3 % zum Vorjahr)

Noch gibt es keine festen Kolonien wie an der Nordsee – aber die Zahl der Einzelsichtungen steigt stetig. Besonders rund um den Fehmarnbelt werden Robben inzwischen wieder regelmäßig beobachtet.

Herausforderungen:

Kegelrobbe auf Helgoland (Foto: Pixabay - A_Different_Perspective)

Mit mehr Robben kommen auch mehr Begegnungen. Doch:

  • Viele Menschen wissen nicht, dass ruhende Robben nicht immer hilfsbedürftig sind.
  • Immer wieder kommt es zu Störungen durch Neugier, Fotoshootings, Hunde oder Wassersport.
  • Die Meldestrukturen (Seehundjäger*innen, Robben-App*) sind noch oft unbekannt.
  • Es fehlt bisher an regional zugeschnittenen Informationsmaterialien speziell für die Ostsee.

Daher möchten wir präventiv und gemeinschaftlich mit Partnern die Aufklärungsarbeit an der Ostseeküste ausbauen und die bisherigen Strukturen stärken.

Was wir erreichen wollen

1. Sensibilisieren & Wissen vermitteln

Wir möchten Menschen – Einheimische wie Gäste – dazu befähigen, Robben richtig einzuschätzen und respektvoll zu begegnen, um richtiges Verhalten bei Robbensichtungen zu fördern. Dazu werden u.a. Infomaterialen erstellt und verteilt, Social-Media-Beiträge gepostet und Infoabende mit Expert*innen veranstaltet.

2. Meldestrukturen bekannter machen

Wir erklären, über welche Strukturen (Polizei, Seehundjäger*innen und Robben.App) Sichtungen und Funde gemeldet werden können, um diese sichtbarer zu machen.

3. Netzwerk aufbauen

Wir wollen uns mit wichtigen Akteuren rund um das Thema Robben an der schleswig-holsteinischen Ostesee verbinden, um gemeinsam an einer Strategie zu arbeiten, die Menschen an den Küsten zu erreichen und über Robben aufzuklären.

* Die Robben.App ist ein Produkt des Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH). Die darin enthaltenen Inhalte und Fundmeldungen stehen in keinem Zusammenhang mit dem BUND Landesverband Schleswig-Holstein.

Unterstütze das Projekt

einmalig

Gefördert durch:

Das Projekt "Robbe in Sicht" wird gefördert durch BINGO! - Die Umweltlotterie

Sichtung oder Fund via Robben.App (LKN.SH) melden*

LKN.SH

Webseite

Ihr Ansprechpartner

Jesreel Dietrich

Projektleiter Robbe in Sicht! & Projektadministration BUND SH
E-Mail schreiben Tel.: 0176-84961654

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