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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Kiel und sein Feuerwerk: Veränderung unerwünscht!

16. August 2019 | Flüsse & Gewässer, Naturschutz, Stadtnatur, Meere

Alle Jahre wieder schießt die Menschheit mit Feuerwerken wissentlich tonnenweise Müll in die Luft. Belastet wird dadurch nicht nur unsere eigene Gesundheit, genauso leiden Wildtiere und Umwelt unter Lärm- und Schadstoffbelastung. Nun fordert die „Deutsche Umwelthilfe“ (DUH) ein Feuerwerksverbot für 31 deutsche Städte, unter anderem für Kiel.

Jedes Jahr entstehen Unmengen an Müll, verursacht durch Feuerwerke.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) teilte am 29.07.2019 in einer Pressemittellung mit, dass sie formale Anträge an 31 verschiedene deutsche Städte gestellt hat, mit dem Ziel Belastungen, die von Feuerwerkskörpern ausgehen, entgegen zu wirken. Ausgewählt wurden Städte, in denen die innerstädtische Feinstaubbelastung einen Grenzwert von 20 µg/m3 übersteigt. Unter anderem die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel. Ziel des Antrags war, die Belastung durch Feuerwerk für Menschen zu reduzieren und die smogähnlichen Zustände in größeren Städten zum Jahreswechsel zu bekämpfen. Menschen, die von Asthmaerkrankungen oder einer regelmäßigen hohen Grundbelastung durch Feinstaub betroffen sind, leiden vermehrt durch die zusätzliche Belastung an den Silvestertagen.

Belastung für Mensch und Umwelt gleichermaßen

Nicht nur der Mensch, auch Wildtiere und Umwelt werden durch die Knallerei und den Müll an Silvester geschädigt. Wildtiere werden von den lauten und grellen Detonationen der Feuerwerkskörper bis zur Orientierungslosigkeit aufgeschreckt und verstört. Die Natur, in vielen Fällen Gewässer, vermüllen zunehmend durch Plastik- und Verpackungsteile der Böller. Chemikalien gelangen in natürliche Kreisläufe und gefährden die Organismen, die darin leben. Vögel verhungern an mit Plastik gefüllten Mägen. Teilweise gelangt der Müll über Flüsse in die Meere. Die Masse an Abfall kann von keinem kommunalen Reinigungsdienst am Neujahrstag entsorgt werden. Er beschmutzt dann Grünflächen, Küstenabschnitte oder versinkt im Wasser. Ganz nach dem Motto „ Aus den Augen aus dem Sinn.“

Kein Ruf nach Veränderung aus Kiel

Die Stadt Kiel hat den Antrag der DUH ohne Umschweife, vor allem aber ohne ein Aufzeigen von möglichen Alternativen abgelehnt. Dabei ist Kiel die Stadt, die den Klimanotstand ausgerufen hat, sich öffentlich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz einsetzt und mit diesem Image für sich wirbt. Aber es fehlt der Mut, konsequent zu handeln. Um seinem Image der nachhaltigen Landeshauptstadt gerecht zu werden, ist ein Umdenken zu müllfreien und umweltfreundlichen Alternativen an Silvester gefragt. Hier ist es an Kiel, mit gutem Beispiel für seine Bürger*innen voran zu gehen.

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