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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Breites Bündnis wendet sich mit Brief an CDU/CSU und SPD

24. September 2015 | Fracking

Vor der Sommerpause wurden die Verhandlungen über das Fracking-Regelungspaket aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen zwischen CDU/CSU und SPD auf Eis gelegt. Nun sollen sie wieder aufgenommen werden. Deshalb wenden sich nun zahlreiche Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen wie Kirche, Gewerkschaft, Umweltschutz und Entwicklungspolitik – darunter auch die Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager e.V. und der BUND – mit einem Brief an die Verhandlungsführer aus den Koalitionsparteien.

An CDU/ CSU und SPD gerichtet schreiben die Unterzeichner: „Wir fordern Sie auf, nicht auf die Verlängerung des fossilen Zeitalters zu setzen, sondern sich für ein Fracking-Verbot einzusetzen und im klimapolitisch wichtigen Jahr 2015 Deutschlands Ruf als Energiewendeland gerecht zu werden.“

Die Unterzeichner des Briefs erinnern an die Gefahren des Fracking für Natur, Klima und menschliche Gesundheit und kritisieren, dass das derzeit vorgeschlagene Rechtsänderungspaket keinen ausreichenden Schutz vor diesen Gefahren enthält. Trotz breiter gesellschaftlicher Kritik am Fracking drohe in Deutschland die Ausweitung der Technologie.

Rund 2.500 Städte und Gemeinden haben bereits eine Resolution gegen Fracking verabschiedet und bezeichnen sich nun als „frackingfrei“. Und auch Kirchen, Wasserversorger, Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen, Bürgerinitiativen, Gewerkschaften sowie Vertreter der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie haben sich in den vergangenen Monaten kritisch zum vorliegenden Gesetzespaket positioniert.

Ausschließlich die Öl- und Gaswirtschaft erhoffe sich durch das Regelwerk wirtschaftlichen Aufschwung. Deren Behauptung Fracking würde zur Versorgungssicherheit beitragen oder die Energiepreise senken, weisen die Unterzeichner als unzutreffend zurück. Auch arbeitsmarktpolitisch seien keine spürbaren positiven Wirkungen zu erwarten.

Den Brief im Wortlaut finden Sie als PDF hier >>

Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager e.V.

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein e.V. 

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