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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

BUND fordert dichteren Bahntakt für Schleswig-Holstein, um Unzuverlässigkeiten auszugleichen

15. April 2019 | Mobilität

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) fordert das Land SH und die Deutsche Bahn auf, Bahnfahren attraktiver zu gestalten.

Zug bei Rendsburg  (hpgruesen / pixabay.com )

Die Pünktlichkeitswerte der Deutschen Bahn für 2018 liegen vor. Kein anderes Flächenland hat eine schlechtere Pünktlichkeitsquote als Schleswig-Holstein mit 89,8 Prozent pünktlichen Zügen.
Der BUND Schleswig-Holstein kritisiert diese Werte als einen immer noch verfehlten Fokus des Landes auf den motorisierten Individualverkehr.
Der Verband fordert das Land SH und die Deutsche Bahn (DB) auf, die Ursachen für die Verspätungen schnellstmöglich zu beheben und den Bahntakt so zu erhöhen, dass Unzuverlässigkeiten im Fahrplan die Reisezeit der Gäste nicht eklatant verlängern.
„Zurzeit nötigt die Unzuverlässigkeit der Züge die Passagiere dazu, einen Zug früher zu nehmen. Bei einem Zug, der im Stundentakt fährt, führt dies aber zu einer deutlich erhöhten Reisezeit. Da fahren viele Menschen doch lieber wieder mit dem Auto“, erklärt Kirsten Kock, Referentin für Mobilität und Klima beim BUND. „Das Land Schleswig-Holstein muss sich jetzt auf seine Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern besinnen, die regelmäßig für das Klima auf die Straße gehen. Das Bahnfahren muss in Zusammenarbeit mit der DB gezielt attraktiver gemacht werden. Dazu ist auch eine engere Taktung notwendig, um Unzuverlässigkeiten auszugleichen.“


Vor allem große Strecken verursachen zurzeit die Probleme im Zeitmanagement. Stadtstaaten stehen daher im Vergleich  zu Flächenländern oft besser da, weil bei ihnen auch die Zeiten der jeweiligen Stadtbahnen mit einberechnet werden. Ein Zug gilt dann als unpünktlich, wenn er mehr als fünf Minuten zu spät ist.
„Die DB hat mit der Sanierung der Marschbahn begonnen. Auch Probleme mit neuen Doppelstockzüge sind inzwischen besser geworden, so dass die Zahlen in Zukunft hoffentlich besser aussehen werden. Dies ändert aber nichts daran, dass das Mobilitätskonzept des Landes eine deutlich stärkere Ausrichtung auf den Öffentlichen Nah- und Fernverkehr benötigt!“ so Kock weiter. Der BUND Schleswig-Holstein fordert bereits seit Längerem eine Positionierung des Landes zu umweltfreundlichen Mobilitätsmaßnahmen.


Pressekontakt:
Kirsten Kock, Referentin für Mobilität und Klima, BUND Schleswig-Holstein
Telefon: 0431/66060-40, E-Mail: kirsten.kock(at)bund-sh.de 

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