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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

BUND: Fracking muss komplett verboten werden

20. November 2014 | Fracking, Umweltgifte

Den heute vom Bundesumweltministerium vorgestellten Gesetzesentwurf zum Thema Fracking lehnt der BUND-Landesverband Schleswig-Holstein entschieden ab. Der BUND fordert, Fracking ausnahmslos zu verbieten. Fracking sei eine Gefahr für Trinkwasser, Umwelt und Klima.

„Es war zu befürchten, dass die Bundesregierung nicht den Mut haben wird, Fracking komplett zu verbieten. Was heute von Bundesumweltministerin Hendricks vorgestellt worden ist, ist keine Einschränkung von Fracking, sondern liefert klare Eckpunkte, wann und wo in Zukunft gefrackt werden darf. Hier kann es aber nur eine richtige Antwort geben: Nirgends. Fracking ist eine große Gefahr für unser Trinkwasser und die Umwelt. Das geförderte Erdgas wird den Klimaschutzzielen Deutschlands entgegenlaufen. Es muss im Boden bleiben. Oberste Priorität für Umwelt und Trinkwasser sieht anders aus“, erklärt Dr. Claudia Bielfeldt, Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Schleswig-Holstein.

Der heute vorgestellte Gesetzesentwurf sieht zwar vor, dass oberhalb von 3 000 Metern nicht gefrackt werden darf, aber für Probebohrungen sollen Ausnahmen möglich sein. Ist die Probebohrung erfolgreich, kann nach einer Prüfung durch die Landesbehörden die Förderung genehmigt werden. Ebenso wird Fracking unterhalb von 3 000 Metern nicht ausgeschlossen.

„Fracking wird also auf jeden Fall möglich sein, vom angekündigten Frackingverbot bleibt fast nichts übrig. Die Taktik der Landesregierung, auf die Regulierung in Berlin zu vertrauen, hat sich als Schuss in den Ofen herausgestellt.“ so Bielfeldt. „Die Landesregierung muss im Bundesrat ein Verbot durchsetzen und auf eine entsprechende Änderung des Bundesbergrechts hinwirken. Auch im Landesrecht muss jede Möglichkeit für ein Frackingverbot ausgeschöpft werden.“

Pressekontakt:

Tobias Langguth, Diplom-Biologe, Referent für Naturschutz, BUND Schleswig-Holstein
Tel. 0431/66060-51, E-Mail: tobias.langguth@bund-sh.de 

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