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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

BUND kritisiert geplante Ausweitung von Fracking-Gas-Importen aufs Schärfste

21. März 2019 | Fracking, Klimawandel, Flüsse & Gewässer, Energiewende

Bundeswirtschaftsministerium versucht im Eilverfahren gesetzliche Rahmenbedingungen für Fracking-Gas im Norden durchzudrücken.

LNG-Frachter im Hafen von Rotterdamm. Bald auch in Brunsbüttel?  (kees torn / Flickr / CC BY-SA 2.0 )

Anschluss- und Betriebskosten von schädlichen Flüssigerdgas-Terminals (LNG, liquefied natural gas) sollen, wenn es nach Bundeswirtschaftsminister Altmaier geht, zukünftig vom Investor auf die Verbraucher*innen abgewälzt werden. Ein Aufbau der LNG-Infrastruktur, unter anderem in norddeutschen Küstengebieten, soll vor allem dem Import von klimaschädlichem Fracking-Gas aus den USA dienen. Das Bundeswirtschaftsministerium gab Umweltverbänden und Bürgerinitiativen lediglich 5 Tage Zeit zur Stellungnahme. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Schleswig-Holstein kritisiert Vorgehen und Zielsetzung scharf.

„Fracking ist in Deutschland aus gutem Grund verboten, soll jetzt aber durch die Hintertür offenbar wieder hoffähig gemacht werden“, sagt Claudia Bielfeldt, Vorstandsvorsitzende des BUND. „LNG ist extrem umweltschädlich und schneidet auch im Kostenvergleich schlecht ab. Die hohen Investitionen in die LNG-Infrastruktur, insbesondere in den norddeutschen Küstenregionen, schädigen zukunftsfähige Energieprojekte und belasten die Bürger*innen stark.“

Das luftverschmutzende Methan verleiht Erdgas einen enormen Treibhausgas-Fußabdruck. Zusätzlich entsteht bei Verbrennung erderhitzendes CO2. Durch Methanleckagen bei Förderung und Transport fällt die Klimabilanz von Erdgas – insbesondere Fracking-Gas – teilweise schlechter als Kohle aus. „Die Kürze der Beteiligungsfrist ist eine Farce“, so Claudia Bielfeldt weiter. „Bundeswirtschaftsminister Altmaier versucht den bestehenden Rechtsrahmen zugunsten der LNG Lobby zu ändern und ignoriert, dass wir dringend Antworten auf die Klimakrise und eben keine fossile Infrastruktur brauchen.“

Der BUND hat beim Bundeswirtschaftsministerium eine Fristverlängerung beantragt und fordert, zumindest für ein geordnetes Verfahren zu sorgen.

Pressekontakt: Claudia Bielfeldt, Vorstandsvorsitzende BUND Schleswig-Holstein

E-Mail: claudia.bielfeldt(at)bund-sh.de

Weiterführende Links:

Detaillierte Stellungnahme zu LNG Brunsbüttel von Oktober 2018:

https://www.bund-sh.de/meldungen/detail/news/widerstand-gegen-lng-terminal-in-brunsbuettel/

Stellungnahme_Kein-LNG-in-Niedersachsen.pdf Faktenblatt LNG:

https://www.foodandwatereurope.org/wp-content/uploads/2018/11/FoodandWaterEuropeLNGGerman.pdf

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