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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Fracking ist klimaschädlich und gefährdet Wasserressourcen. BUND-SH fordert von Landesregierung Zustimmung zum Verbotsantrag im Bundesrat

07. Mai 2015 | Energiewende, Fracking, Umweltgifte

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Schleswig-Holstein, hat die Landesregierung aufgefordert, sich der Mehrheit der Umweltminister der Länder anzuschließen und am Freitag im Bundesrat für ein generelles Verbot der umstrittenen Fracking-Technologie zu stimmen. Es reiche nicht, Fracking lediglich in bestimmten Gebieten auszuschließen.

„Die Mehrheit der Umweltminister der Bundesländer hat sich für ein umfassendes Fracking-Verbot ausgesprochen. Am Freitag muss Ministerpräsident Torsten Albig im Bundesrat jetzt Butter bei die Fische geben. Mehrfach hat er sich kritisch zu Fracking geäußert. Wir erwarten, dass er nun auch einem Fracking-Verbot zustimmt. Es gibt keinen Grund, bei uns in Schleswig-Holstein oder anderswo in Deutschland zu fracken“, sagt Landesvorsitzende Dr. Claudia Bielfeldt. Das geplante Fracking-Gesetzespaket räume außerdem direkt Betroffenen bzw. Anwohnern keine ausreichenden Mitsprachemöglichkeiten ein.

Die von der Bundesregierung geplante Gesetzgebung würde Fracking in großem Stil ermöglichen, befürchtet Bielfeldt. „Das ist inakzeptabel. Die Anwendung der Fracking-Technologie zur Gewinnung von Erdgas oder Erdöl aus tiefen Erdschichten birgt hohe ökologische Risiken und die eingesetzten Flüssigkeiten können Böden und Gewässer verunreinigen. Zudem ist Fracking klimapolitisch kontraproduktiv und verzögert die Energiewende. Es gibt viele Gründe, warum die Technologie verboten werden muss“, sagt Bielfeldt.

Die Energiewende könne nur gelingen, wenn konsequent auf erneuerbare Energien umgestiegen werde. Der Ausstieg aus fossilen Energiequellen und mehr Energieeffizienz müssten im Klimaschutzjahr 2015 entschlossen vorangebracht werden. „Im Vorfeld der im Spätherbst in Paris stattfindenden Weltklima-Konferenz würde ein Fracking-Erlaubnis-Gesetz der Glaubwürdigkeit der deutschen Klimapolitik großen Schaden zufügen“, ergänzt Manfred Naumann, Experte des Landesverbandes für TTIP und Fracking.

Pressekontakt:
Dr. Claudia Bielfeldt, claudia.bielfeldt(at)bund-sh.de 

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