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Liebe Obstfreundinnen und Obstfreunde,

das Jahr neigt sich dem Ende zu und alle hoffen auf eine bessere Ernte im Jahr 2018. Der Jahreswechsel ist typischerweise die Zeit der guten Vorsätze und Veränderungen. Auch im Projekt "Mehr als nur Obst – Netzwerk Streuobstwiesen Schleswig-Holstein" wird es bald einige Neuerungen geben: Nach dem Homepage-Relaunch des BUND im Sommer, im Zuge dessen sich auch die Streuobstwiesen-Webseite in neuem Gewand präsentiert, wird es mit der geplanten Aktualisierung des Obstportals zu Neuerungen bei der Eingabe und Abfrage der Streuobst-Daten auf der interaktiven Karte kommen. Zukünftig können Sie als registrierte/r Nutzer*in des Obstportals die Standorte und Daten selbst online eingeben – schnell und einfach ohne den bisherigen Umweg über die Landesgeschäftsstelle. Wir bitten um Verständnis, dass wegen der technischen Arbeiten am Obstportal derzeit nicht alle Funktionen wie gewohnt zur Verfügung stehen.

Mit einem wachsenden Netzwerk, vielen spannenden Veranstaltungen und Aktionen sowie fruchtbaren Diskussionen ist das Jahr 2017 wie im Fluge vergangen. Einen kleinen Rückblick auf vergangene Meilensteine und einen Ausblick auf geplante Aktivitäten möchten wir Ihnen gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern in dieser dritten Ausgabe des Newsletters geben.

Wir bedanken uns für Ihr Engagement zum Erhalt der schleswig-holsteinischen Obstwiesen und die Unterstützung unseres Projektes sowie bei allen Autor*innen, die diesen Newsletter mit Inhalt gefüllt haben. Gerne nehmen wir Ihre Beiträge im nächsten Newsletter auf.

Zum anstehenden Weihnachtsfest wünschen wir Ihnen besinnliche Feiertage in fröhlicher Runde und einen guten Start in ein erfolgreiches neues Jahr.

Birte Lindner
Koordinatorin "Netzwerk Streuobstwiesen Schleswig-Holstein" (BUND SH)

 

Vielen Dank an unseren Förderer, die BINGO!-Umweltlotterie.

 
Fotowettbewerb rund um Obst

Der BUND sucht das schönste Foto rund um Streuobstwiesen: Fangen Sie im Bild ein, dass Streuobstwiesen mehr als nur Obst sind. Bis zum 15. September 2018 können Sie Ihre Bilder bei uns einreichen und an unserem Fotowettbewerb teilnehmen. Es gibt attraktive Preise zu gewinnen. Viel Glück! 

Die Teilnahmebedingungen und die Möglichkeit zum Foto-Upload finden Sie hier:

Jetzt mitmachen: Fotowettbewerb

Neuigkeiten aus dem Projekt

Das "Netzwerk Streuobstwiesen Schleswig-Holstein" darf weiter wachsen: Dank der erneuten Projektförderung durch BINGO! können wir unsere Arbeit um zwei weitere Jahre fortsetzen. Freuen Sie sich auf viele spannende Veranstaltungen im Jahr 2018, darunter drei Schnittkurse, einen Sensenkurs und mehrere Exkursionen zur Artenvielfalt auf Streuobstwiesen. In unserem Terminkalender rund um Obst können Sie gleich nachschauen, ob auch in Ihrer Nähe etwas angeboten wird.

Außerdem haben wir die Tauschbörse aufgefüllt. Neben diversen Scheren und Sägen für Ihren nächsten Pflegeeinsatz oder Schnittkurs bieten wir auch eine Pfahlramme an, die Sie sich gerne für Ihre nächste Pflanzung ausleihen können.

Pflanzaktion mit Umweltminister

Hanse-Obst e. V. hat die „Essbare Stadt“ nach Kiel gebracht: Gemeinsam mit Umweltminister Dr. Robert Habeck und Schüler*innen der Gotthard-Kühl-Schule (GKS) haben Mitglieder des Lübecker Vereins Ende November einen Apfelbaum und essbare Wildkräuter auf dem tristen Rasen vor dem Umweltministerium gepflanzt. Im Mittelpunkt stand auch das schleswig-holsteinische Pilotprojekt "Obstabenteuer", das vor fünf Jahren an der GKS in Lübeck startete.

Hier finden Sie einen ausführlichen Bericht zur Pflanzaktion. 

Großes Interesse an Streuobst

Knapp 50 Personen haben sich im November in Rendsburg über "Strategien für Erhalt und Förderung von Streuobstwiesen in Schleswig-Holstein" informiert und ausgetauscht. Die bunte Seminargruppe aus Ehren- und Hauptamt ließ sich vom schmuddeligen Herbstwetter nicht abschrecken und absolvierte zwischen den Vorträgen auch den praktischen Teil an den Obstbäumen im Außenbereich des Nordkollegs mit viel Elan.

Die ausgebuchte Veranstaltung, die der BUND in Kooperation mit dem Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume (BNUR) und dem NABU durchgeführt hat, macht deutlich, wie viel Interesse auch hier im hohen Norden am Thema Streuobstwiesen vorhanden ist. Wir danken Jochen Bock für das tolle Rahmenprogramm sowie allen Teilnehmer*innen und Referent*innen für diesen spannenden Tag!

Die Biber kommen!

Streuobstwiesen sind nicht nur bei Pomologen beliebt: Zunehmend wird von Schäden berichtet, die Biber an Apfelbäumen anrichten – besonders junge Bäume fällen sie und verwerten sie komplett.

Biber wurden bis Ende des 19. Jahrhunderts in Europa fast ausgerottet. Nur wenige Biber haben die Verfolgung durch den Menschen überlebt. Durch Schutzmaßnahmen und Wiederansiedlungsprojekte gibt es aktuell wieder 500.000 bis 700.000 Biber in Europa. Heute leben die geschützten Nagetiere praktisch in ganz Deutschland mit Schwerpunkten in Bayern sowie an der Elbe und Havel. Und diese breiten sich entlang der Wasserwege weiter aus. Daher sind zunehmend Obstwiesen betroffen. Zum Schutz müssen Jung- und Altbäume beispielsweise mit Draht gesichert werden.

Den ganzen Artikel von Joachim Reinig können Sie im Jahresheft 2017 des Pomologen-Vereins lesen.

Vereinsgründung in Neumünster

Neben den Pflegearbeiten auf der Alten Obstwiese Neumünster sowie unseren vielfältigen Aktivitäten im Schulbereich und in der Öffentlichkeitsarbeit war die Überführung des Arbeitskreises in einen eingetragenen Verein ein Tätigkeitsschwerpunkt. Jetzt werden die vertraglichen Regelungen mit der Stadt Neumünster überarbeitet. Damit sind die Rahmenbedingungen für die Fortsetzung unserer erfolgreichen Arbeit gegeben.

Im Jahr 2018 werden wir uns verstärkt der Pflege und Förderung unserer Sämlingsunikate widmen. Bereits auf den Norddeutschen Apfeltagen und unserem Obsterntefest konnten wir starkes Interesse daran feststellen. Für unsere Arbeit suchen wir dringend neue Mitstreiter*innen! Hier gibt es nähere Informationen.

Neuzugang im Obstmuseum

Das Obstmuseum Pomarium Anglicum in Sörup-Winderatt ist um eine Attraktion reicher. Seit drei Jahren gibt es neben den mehr als 700 alten Obstsorten und Themengärten auch eine kleine Ausstellung von alten Werkzeugen und Geräten, die im Obstbau und seiner Verwertung verwandt wurden. Viele der Exponate stammen aus der Privatsammlung von Willi Hennebrüder vom BUND Lemgo und sind eine Dauerleihgabe.

Nun kommt eine sogenannte Geisenheimer Herddörre hinzu, die 1887 nach Angaben des Ökonomierates Rudolf Goethe von Reinhard Mertens konstruiert wurde. Mit dem Dörrapparat wurde Obst und Gemüse getrocknet und so haltbar gemacht.

Neue Chance für Apfelallergiker

Eine Beobachtungsstudie liefert neue Erkenntnisse: Der regelmäßige Verzehr alter Apfelsorten, die meist für Apfelallergiker verträglich sind, kann die Beschwerden insgesamt lindern, so dass auch neue Apfelsorten wieder besser vertragen werden. Durch das regelmäßige Essen allergenarmer Äpfel wie Alkmene, Goldparmäne Gravensteiner, Jonathan und Boskoop ist offenbar eine Toleranzentwicklung möglich.

Ausführliche Details zur Studie, an der u.a. die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) beteiligt war, inkl. aller Partner können hier eingesehen werden. Allgemeine Informationen zum Projekt und eine Statistik zu verträglichen bzw. unverträglichen Apfelsorten finden Sie auf den Seiten des BUND Lemgo.

Hinweis auf Streuobsttermine

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