Hallo liebe Mitwirkende beim BUND,
kurz vor dem kalendarischen Sommeranfang ist die heiße Jahreszeit bei uns jetzt schon in vollem Gang. Bereits seit einigen Wochen ist an vielen Orten kein Regen mehr gefallen. Trockene Böden, leidende (Wild-)Tiere und niedrige Pegelstände zeigen uns, wie schlimm der Klimawandel in Schleswig-Holstein und Deutschland bereits ist.
Wie kannst du die Natur in dieser Zeit unterstützen?
Bepflanze deinen Garten oder Balkon möglichst mit alten, einheimischen Sorten, mediterranen Kräutern und Stauden, die Trockenheit gut abkönnen. Bodendecker verhindern ein Austrocknen des Bodens. Du kannst den Boden auch mit Mulch oder Rasenschnitt (nicht zu dick!) abdecken. Das führt nicht nur dazu, dass die Feuchtigkeit im Boden bleibt, die Nährstoffe gehen auch wieder zurück in die Erde. Auch solltest du den Boden nicht zu häufig umgraben, weil er sonst noch schneller austrocknet. Hingegen angereichert mit Blähton oder sehr humusreicher Erde kann der Boden längere Zeit Wasser speichern. Wenn du deine Pflanzen gießt, tu dies am Besten intensiv und nur einmal die Woche: So erziehst du sie dazu, in die Tiefe zu wurzeln, wo sie sich länger selbst mit Feuchtigkeit versorgen können. Blühwiesen sind besser als Rasen geeignet ohne Gießen auszukommen und erweitern den Lebensraum für Insekten. Stelle zudem gern Vogeltränken an erhöhten Stellen oder auf dem Boden auf, in die du einen flachen Stein legst – so können auch Gartensäuger und Insekten etwas vom kühlenden Nass zu sich nehmen, ohne zu Ertrinken. Auch am Tag der biologischen Vielfalt stand bei uns im Fokus, wie sehr der Lebensraum von Insekten bedroht ist. Euer BUND SH macht in einer Stellungnahme an die Politik darauf aufmerksam, dass der Schwund der Biodiversität extreme Folgen für die Ernährungssicherheit, die Gesundheit, die Produktion von Medikamenten und die Lebensgrundlagen hat.
Auch der Rückbau von Schottergärten ist ein wichtiger Schritt zum Erhalt von Lebensräumen und bietet zudem Schutz bei Hitze: Schottergärten heizen sich durch Sonneneinstrahlung auf. Sie geben Hitze an die Umgebung ab, wo dicht begrünte Gärten eine kühlende Wirkung haben.
Hitzewellen, eine der Auswirkungen des Klimawandels, werden uns zukünftig immer wieder begegnen. Es lohnt sich also den Garten und die Umgebung darauf vorzubereiten und entsprechend zu gestalten.
Trotz der negativen Seiten der Hitze wünsche ich dir und euch eine gute Sommerzeit und allzeit ein schattiges Plätzchen!
Viel Spaß beim Stöbern in unserem Newsletter: Es warten viele interessante Themen und Termine auf euch!
Herzliche Grüße
Maike Bannick