Hallo liebe Mitwirkende beim BUND,
Schleswig-Holstein hat als Land zwischen Nord- und Ostsee eine besondere Verbindung zu den Meeren. Ihr Schutz ist uns als BUND ein wichtiges Anliegen. Dies war Anlass eines Treffens mit Umweltminister Tobias Goldschmidt Anfang des Monats in Kiel. Hierbei ging es vor allem um zwei Themenbereiche: Übergabe eines Letter of Intent zum Nationalpark Ostsee sowie die Diskussion zur industriellen Nutzung der Meere vor dem Hintergrund der Klimazielerreichung.
In dem Letter of Intent zum Nationalpark Ostsee betont der BUND seine Unterstützung für das Vorhaben einen Nationalpark Ostsee einzurichten. Wie dieser ausgestaltet werden könnte, dazu möchte der BUND gerne mit dem Minister im Gespräch bleiben.
Warum setzen wir uns für den Nationalpark Ostsee ein?
Das Meer ist Grundlage allen Lebens. Der Sauerstoff für jeden zweiten Atemzug stammt von marinen Organismen. Die Ostsee und ihre Lebensgemeinschaften sind derzeit, auch in bestehenden Schutzgebieten, in einem überwiegend sehr schlechten Zustand und bedürfen dringend eines besseren Schutzes. Ein starker regionaler Meeresschutz ist notwendig, der durch die Einrichtung eines Nationalparks Ostsee einen ordentlichen Schub erfahren kann. Außerdem kann die Außenwirkung eines Nationalparks auf Besucher*innen aus aller Welt auf die Schutzbedürftigkeit unserer maritimen Lebensräume hinweisen.
Neben dem Nationalpark Ostsee wurde auch über die zunehmende Industrialisierung der Nord- und Ostsee gesprochen: Die Haltung des BUND zu dem geplanten, übermäßigen Ausbau der Offshore-Windenergie auf 70 Gigawatt, anstatt auf die vom BUND als maximales Ausbauziel benannten 15 Gigawatt, die Risiken von Carbon Capture and Storage (CCS) in der Nordsee sowie die geplante Sedimentverklappung des Elbschlicks wurden dem Minister dargestellt. Gmäß der Bitte unserer dänischen Freund*innen der Erde (Danmarks Naturfredningsorening) teilten wir dem Minister unsere Sorgen zu dem bereits im Bau befindliche Quartier Lynettholm vor Kopenhagen an: Das Quartier wird in den Öresund aufgeschüttet und wird zukünftig den Zustrom von frischem, sauerstoffhaltigen Nordseewasser behindern. Die Einforderung einer Umweltverträglichkeitsprüfung aus Deutschland ist bisher nicht erfolgt.
Was neben diesen Themen gerade im BUND bewegt wird, das könnt ihr in unseren weiteren Newsletter-Beiträgen nachlesen. Viel Spaß beim Stöbern!
Viele Grüße von eurer Freiwilligenmanagerin
Maike Bannick