Die gemeinsame Agrarpolitik der EU
Die EU-Politik und die damit verbundenen Subventionen bestimmen maßgeblich, wie unsere Landwirtschaft und unserer Landschaft aussieht - auch für Biodiversitätsschutz und Klimaschutz sind diese Gelde unerlässlich.
Rund 30 Prozent des EU‑Gesamtbudgets fließen in die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP). Die GAP bleibt damit einer der größten Posten im EU‑Haushalt. Sie finanziert europäische Landwirt*innen seit 1962 und verfolgt drei Ziele: Ernährungssicherheit, ländliche Entwicklung, Umwelt- und Klimaschutz. In Schleswig-Holstein landen jährlich über 500 Millionen Euro bei Landwirt*innen.
Geld gibt es viel, doch profitieren vor allem die flächenstarken Betriebe. In Deutschland erhalten etwa 2 Prozent der Betriebe ein Drittel aller Direktzahlungen. Die Zahlungen basieren vor allem auf Fläche – nicht auf Klima‑, Biodiversitäts‑ oder Tierschutzleistung. Auch kleinere und bäuerliche Betriebe sind von GAP‑Mitteln abhängig, vor allem von Direktzahlungen und Maßnahmen der 2. Säule. Für viele ist die Förderung ein wichtiger Teil ihres Einkommens. Dennoch bleiben sie hinter den großen Betrieben zurück, weil sie weniger Fläche bewirtschaften und die Öko‑Regelungen und Agrarumweltprogramme oft nicht ausreichen, um umweltgerechte Praxis ausreichend zu honoriern.
Die Kritik: Etwa 70 Prozent der Mittel fließen ohne starke Umweltbedingungen. Artenreiche Wiesen gehen verloren, Nährstoffe belasten Schlei und Ostsee, Moorschutz stockt. Die Öko-Regelungen der GAP 2023-2027 sind zu schwach.
Die EU-Kommission plant weitere Rückschritte: Budgets für Klima- und Naturschutzmaßnahmen sollen aufgelöst werden. Verbindliche Öko-Quoten fallen weg, Standards werden abgeschwächt, die „Gießkanne" Flächenförderung kehrt zurück. Die Verbände-Plattform warnt: Rückkehr ins 20. Jahrhundert statt Fortschritt.
https://www.verbaende-plattform.de/start
Doch wissenschaftliche Erkenntniss zeigen: Das Artensterben bleibt - Weltweit und auch in Schleswig-Holstein.
Dabei könnte eine starke GAP beides vereinen: rentable Landwirtschaft und lebendige Natur. Naturschutz schafft resiliente Böden, reduziert Düngerrechnungen, öffnet Premium-Märkte. Ökoregel 5 bringt 240 Euro/Hektar Zusatzerlös. Landschaftspflege schafft Jobs. Der Ökolandbau macht es vor.
Umwelt- und Agrarverbände in Schleswig fordern deshalt eine eine GAP, die
Unsere Forderungen schaffen Win-Win: rentable Öko-Landwirtschaft, artenreiche Landschaften, sauberes Wasser.
Die EU-Politik und die damit verbundenen Subventionen bestimmen maßgeblich, wie unsere Landwirtschaft und unserer Landschaft aussieht - auch für Biodiversitätsschutz und Klimaschutz sind diese Gelde unerlässlich.
Regionale Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft können einen großen Beitrag zum Klimaschutz und zum Schutz der biologischen Vielfalt beitragen.
Hier geht es zu unserern Empfehlungen zur GAP!
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