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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Öffentlicher Nahverkehr

Der öffentliche Nahverkehr ist schon heute einer der wichtigsten Mobilitätsanbieter in unserem Land. Der öffentliche Nahverkehr bietet auch die besten Chancen, umweltfreundliche Mobilität bezahlbar anzubieten.

Der BUND arbeitet darauf hin, dass der gesamte öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Schleswig-Holstein elektifiziert wird. Dies wird einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten und helfen, die Energiewende in Schleswig-Holstein zum Erfolg zu führen. 

Die Förderung neuer Mobilitätskonzepte, wie etwa Mitnahmeverkehre, Bürgerbusse oder langfristig vielleicht auch autonom fahrende Busse, bieten die Chance, den ländlichen Raum an die Mobilitätsnetze anzuschließen.

Damit die Nutzung des ÖPNV noch attraktiver wird, fordert der BUND die Einführung einer abgestimmten Vertaktung aller öffentlichen Verkehrsmittel als "Schleswig-Holstein-Takt" sowie die Verdichtung des Fahrplanes mit vergrößertem Angebot.
Hierbei ist insbesondere eine enge Kooperation mit dem HVV zu empfehlen - auch ein großer Norddeutschland-Tarifverbund mit Hamburg, nördliches Niedersachsen und westliches Mecklenburg-Vorpommern sollte geprüft werden. 

Um die Nutzungsquote des ÖPNV zu erhöhen, regt der BUND an, subventionierte Tickets für Schüler*innen, Auszubildende und Studierende flächendeckend einzuführen. Auch sollte die Einführung eines umlagefinanzierten Bürgertickets ernsthaft geprüft werden.

Streckennetz verbessern

Häufig scheitert die Nutzung des ÖPNV in Schleswig-Holstein noch daran, dass keine schnellen oder gar direkten Verbindungen verfügbar sind. Dies ist insbesondere in West-Ost-Richtung auffällig.
Der BUND fordert deshalb die Reaktivierung stillgelegter Bahnverbindungen und gegebenenfalls die Schaffung neuer Linien.

Um die alltägliche Mobilitätsplanung der Nutzer*innen zu vereinfachen, muss das Land darauf hinarbeiten, dass alle Fahrplan-Informationen in Schleswig-Holstein, inklusive der aktuellen Live-Verbindungsdaten, über offene Schnittstellen digital angerufen werden können. Dieser Zugriff muss auch - möglichst kostenfrei - für Drittanbieter möglich sein, damit etwa integrierte Fahrpläne für Smartphones angeboten werden können.

Noch viel Land in Sicht

Insbesondere in den ländlichen Räumen wird die Ausweitung des ÖPNV eine Herausforderung bleiben. Eine Erhöhung der Nutzungsquote des ÖPNV in und außerhalb der Städte ist aber unabdingbar für die Erreichung der Umwelt- und Klimaschutzziele, die sich Schleswig-Holstein und Deutschland gesetzt haben.

Ihre Ansprechpartnerin

Kirsten Kock

Mobilitätsreferentin
E-Mail schreiben Tel.: 0431 66 060-41

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