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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

BUND fordert bei großem #NetzstreikFürsKlima: Schleswig-Holstein muss jetzt klimaneutral werden!

23. April 2020 | Energiewende, Klimawandel

Kiel. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein (BUND SH) protestiert morgen online, stellvertretend für 12.000 Mitglieder, für ein gerechteres und zukunftsfähigeres Klimaverhalten der Landespolitik sowie der Bundespolitik. Am 24. April wäre der BUND gemeinsam mit Fridays For Future zum globalen Klimastreik auf die Straßen gegangen, um sich für die Einhaltung des Klimaabkommens von Paris und gegen die anhaltende Klimazerstörung einzusetzen. Dieser Protest wird nun auf Einzelaktionen und ins Internet verlegt. Der BUND SH fordert für Schleswig-Holstein die Klimaneutralität bis spätestens 2040.

Global warming  (pixabay.de)

„Handelt jetzt oder schwimmt später. Das ist einer der aktuell treffendsten Sätze der Klimabewegung.“, mahnt Ann Kristin Montano, Öffentlichkeitsreferentin beim BUND SH. „Durch die Klimakrise bedingte Sturmfluten und Extremwetter-Ereignisse werden bald unser neues „Normal“ und kaum einen in der Politik scheint dies zu interessieren. Das wird richtig schlimm für richtig viele Menschen.“, so Montano weiter. „Wir haben ein Grundrecht auf Leben und Gesundheit, das gilt es zu schützen. Einen konsequenten Einsatz der Politik können wir nicht erkennen,“ ergänzt Carl-Heinz Christiansen vom BUND SH-Landesvorstand. Noch immer gibt es auf Landesebene keine Regelungen zur Konsequenz bei Verstößen gegen die hauseigenen Klimaziele. Auch bei der Mobilitäts- und Energiewende macht das Land durch den Ausbau der Autobahn A20 und des Flüssigerdgas-Terminals bei Brunsbüttel sowie dem Erliegen des Windkraft-Ausbaus eine traurige Figur.

Gerade für junge Menschen ist das Thema nach wie vor brandaktuell. „In Zeiten von Corona zeigt sich, wie wichtig entschiedenes und gemeinsames Handeln ist. Es ist nun mehr denn je an der Zeit, dass sich Gesellschaft und Politik auch solidarisch mit den kommenden Generationen zeigen und den Weg in eine lebenswerte Zukunft für alle auf diesem Planeten bereiten“, so Franziska Bäker von der BUNDjugend Schleswig-Holstein.
Doch das brisante Klimathema bringt nicht nur junge Menschen auf die Barrikaden. Ein Klagebündnis aus Einzelklägern und mehreren Vereinen, unter anderem dem BUND-Bundesverband, hat im November 2018 Klage wegen der völlig unzureichenden deutschen Klimapolitik vor dem Bundesverfassungsgericht erhoben. Das Gericht befasst sich erstmals in der deutschen Geschichte näher mit einer Klage auf mehr Umweltschutz.

Der BUND SH fordert daher von der Landesregierung, die Klimakatastrophe endlich ernst zu nehmen und jetzt entschieden zu handeln, alle Gesetze und Regelungen des Landes auf Klimaneutralität auszurichten, wegweisende Veränderungen für die Verkehrs- und Energiewende umgehend auf den Weg zu bringen und die Hilfsprogramme in und nach der Coronavirus-Krise für die Wirtschaft konsequent an den Nachhaltigkeitskriterien auszurichten.

Pressekontakt BUND SH:

Ann Kristin Montano, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Naturschutz BUND SH, annkristin.montano(at)bund-sh.de , Tel.: 01525/3789231
Franziska Bäker, BUNDjugend-Referentin, franziska.baeker(at)bundjugend-sh.de
Carl-Heinz Christiansen, BUND Vorstandsmitglied und Sprecher Arbeitskreis Energiewende, carl-heinz.christiansen(at)bund-sh.de

Der BUND-Klimastreik online und Bilder:

www.facebook.com/BUNDSchleswigHolstein
www.twitter.com/SHBUND
www.flickr.com/photos/bund-sh  (ab 11.00 Uhr sind die ersten Bilder verfügbar)

Hintergrundinformationen zur Klimaklage:
BUND-PM vom 15. Januar 2020:
www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/klimaklage-weitere-verbaende-und-einzelpersonen-klagen-vor-dem-bundesverfassungsgericht/
Bündnis-PM vom 26. August 2019:
http://felix-ekardt.eu/files/texts/PM-Klimaklage-SFV-BUND2.pdf
BUND-PM vom 26. November 2018:
https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/verfassungsklage-wegen-unzureichender-deutscher-klimapolitik/
Youtube-Ansprache bei Fridays For Future von Prof. Felix Ekardt:
www.youtube.com/watch?v=AyxpsLCnEOA

Hinweis:
Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus ergreift auch der BUND SH alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen. So arbeiten die Mitarbeiter*innen verstärkt im Home-Office und nutzen Telefonkonferenzen und digitale Medien für die Kommunikation. Wir alle tragen Verantwortung im Kampf gegen eine weitere Verbreitung des Virus. Gesamtgesellschaftliches
Handeln ist das Gebot der Stunde. Von diesem Bewusstsein lassen wir uns stets auch bei unserem Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz leiten. Trotz Corona-Krise ist es daher wichtig, dieses Engagement unter Berücksichtigung der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen fortzusetzen. Auch die Klimakrise und das Artensterben sind weltweite Krisen, die nicht aus dem Blick geraten dürfen. Umwelt- und Naturschutz betreffen uns alle unmittelbar.

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