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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

BUND und NABU: Sondierungsgespräche zur A 20 eingestellt

20. September 2013 | Mobilität

"Wir wollen keinen Prozess um seiner selbst willen und lassen nichts unversucht, um einen Schutz der unersetzlichen Fledermaushabitate im Travetal zu erreichen", so der NABU-Landesvorsitzende Hermann Schultz. "In einem Sondierungsgespräch mit dem Landesbetrieb Straßenbau und dessen Anwälten haben wir auf Grundlage der Gutachten nochmals unsere Positionen dargestellt, um auszuloten, ob es die Möglichkeit einer außergerichtlichen Einigung gibt."

Im Einzelnen kritisieren die beiden Verbände u.a.:

  • Falsche Einschätzungen und Angaben zum Erfassungsstand der Fledermäuse.
  • Es liegen nur unzulängliche Untersuchungen aus dem eigentlichen Planungsgebiet vor.
  • Am östlichen Stadtrand von Bad Segeberg gibt es eine FFH-relevante Hauptflugtrasse der Fledermauspopulation der Segeberger Höhle. Diese muss zwingend erhalten und gesichert werden. Die Tiere benötigen eine sichere Passage der zukünftigen A20-Trasse im Bereich ihrer jetzigen Flugwege.
  • Weitere Einwände von NABU und BUND betreffen u.a. die rechtliche Bewertung des Lärmschutzes, die Umweltverträglichkeitsstudie, die Bedarfsplanung und Variantenprüfung, die Ausgestaltung der FFH-Verträglichkeitsprüfung und das Ausgleichskonzept.

"Leider mussten wir feststellen, dass der Landesbetrieb Straßenbau zu keiner Änderung der Verkehrsführung oder zu substantiellen Schutzmaßnahmen für Fledermäuse bereit ist. Die Probleme mit der beantragten Trasse sind so groß, das ein Schutz der Fledermäuse durch einzelne Maßnahmen nicht möglich ist. Dies könnte allein durch eine andere Trassenführung gesichert werden ", ergänzt der stellvertretende BUND-Landesvorsitzende Hans-Jörg Lüth.

Beide Verbände bereiten sich daher weiterhin intensiv auf die für den 22. Oktober 2013 vorgesehene Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgerícht in Leipzig vor.

"Wir halten weitere Gespräche für nicht erfolgversprechend. Wir sind sicher, dass es das höchste deutsche Verwaltungsgericht nicht zulassen wird, dass eines der bedeutendsten Fledermausvorkommen Europas bei Bad Segeberg durch die Zerstörung des Naturreservats Travetals in ihrem Bestand massiv beeinträchtigt wird." stellen Hermann Schultz und Hans-Jörg Lüth abschließend fest.

Für Rückfragen:

BUND Schleswig-Holstein: Ole Eggers, 0431 66 060 60

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