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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Bienenfreundliche Kommunen

Bienenfreundliche Kommunen

Öffentliche Flächen wie Parks, Straßenränder, Verkehrsinseln etc. bieten ein großes Potential für Bienen und andere blütenbesuchende Insekten, welches leider bislang wenig genutzt wird. Am wichtigsten ist die Erhaltung von komplexen, natürlichen Wildbienen-Lebensräumen wie Heideflächen, Dünen oder Waldränder. Kommunen können darauf achten, ein kontinuierliches, artenreiches Angebot an Blühpflanzen bereitzustellen. Dies erreicht man beispielsweise durch die Verwendung einheimischer, gebietseigener und standortgerechter Pflanzen und Saatgüter. Mehrjährige Stauden statt Wechselbepflanzung in Beeten schonen nicht nur die Gemeindekasse, sondern bieten bei entsprechender Pflanzenauswahl auch langfristig Nahrung für blütenbesuchende Insekten. Statt pflegeintensiven und artenarmen Rasenflächen kann man blühende Wildblumenwiesen anlegen, die nur – je nach Standort – ein bis drei Mal pro Jahr gemäht werden müssen. Ist der häufigere Einsatz eines Mähers auf einigen Flächen wegen entsprechendem Nutzungsdruck unverzichtbar, sollten die Bedürfnisse von blütenbesuchenden Insekten beachtet werden.

Ein ganz wichtiger Punkt ist der Gebrauch von Pestiziden. Dieser sollte in jedem Fall auf ein absolutes Mindestmaß reduziert werden. Besser wäre, wenn man auf ökologische Alternativen ausgeweicht. Das schont auch das Grundwasser.

Insektenfreundliche Pflege von Grünflächen

Auch die schönsten Wildblumenwiesen müssen gepflegt werden. Und dies bedeutet in erster Linie, dass die Flächen regelmäßig gemäht werden müssen. Andernfalls würden die Wiesen im Laufe der Jahre verbuschen. Allgemeine Regeln zur Mahdzeit und -häufigkeit sind schwierig festzulegen, da jeder Standort seine eigenen Bedürfnisse hat und besonders Grünflächen an Straßen auch die Verkehrssicherheit gewährleisten müssen. 

Hier einige grundlegende Tipps:

  • Mahdfrequenz je nach Nutzungsdruck reduzieren, da die meisten Flächen viel zu häufig gemäht werden
  • keine Rotationsgeräte zur Mahd verwenden, sondern insektenfreundlichere Balkenmäher
  • nicht zur Hauptflugzeit der Insekten mähen, sondern eher am Morgen oder am Abend und bei bedecktem Himmel
  • wenn möglich abschnittsweise vorgehen und Teilflächen stehenlassen
  • Schnittgut bei trockenem Wetter einige Tage liegen lassen, damit Samen nachreifen und ausfallen können, und danach entsorgen
  • Schnitthöhe: mind. 10 cm

Blühstreifen an Straßen – Falle für Bienen und Co.?

 ( Pixabay )

Eine bienenfreundliche Gestaltung des Straßenbegleitgrüns (z. B. Verkehrsinseln und Straßenränder) macht nur an wenig befahrenen Straßen Sinn. Bei Straßen mit einem hohen Verkehrsaufkommen können vor allem die schwerfällig fliegenden Hummeln, aber auch andere Insekten wie die eher langsam fliegenden Schmetterlinge, von den Fahrzeugen erfasst werden.

Auch die Belastung der angelegten Insel-Biotope mit Salzen, Herbiziden, Mineralölprodukten und Emissionen ist an verkehrsreichen Straßen um ein Vielfaches höher und damit auch für die Tierwelt in erhöhtem Maße schädlich.

Die bepflanzten Flächen (z. B. Verkehrsinseln) sollten nach Möglichkeit nicht zu klein sein (Mindestgröße: ca. 10 qm), da sie sonst mit ihren Farben nur einen Fallen-Effekt ausüben, den Insekten aber kaum Nahrung bieten. 

Ihre Ansprechpartnerin

Ann Kristin Montano

Öffentlichkeitsarbeit & Naturschutz
E-Mail schreiben Tel.: 0431 66 060-40

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