40 Jahre BUND Schleswig-Holstein

02. Dezember 2020 | 40 Jahre BUND SH, BUND

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Schleswig-Holstein (BUND SH) feiert am 2. Dezember sein 40 jähriges Jubiläum. Aufgrund der Pandemie findet keine offizielle Veranstaltung statt. Stattdessen ersetzen ein Grußwort des Ministerpräsidenten Daniel Günther sowie ein Dialog der Landesvorsitzenden und des Geschäftsführers auf der Homepage die Feierlichkeiten des Verbandes. Auch ein Quiz mit tollen Preisen erwartet die Interessierten online. Einen Einblick in die Arbeit, Auseinandersetzungen und Erfolge der letzten 40 Jahre bietet zudem ein reich bebildertes, 200seitiges Jubiläumsmagazin, das gegen eine Spende online bestellt werden kann.

Seit seinen Anfängen wollte der BUND SH nicht nur als Naturschutzverband wahrgenommen werden, sondern auch umweltpolitisch aktiv sein – damals eine umstrittene Themenerweiterung bei den vorhandenen, etablierten Vereinen. „Vielen Natur- und Umweltschützer*innen reichte es nicht mehr, sich auf den lokalen Arten- und Biotopschutz zu beschränken. Sie wollten politisch aktiv werden und die Welt zu einem besseren Ort machen“, so Dr. Claudia Bielfeldt, Vorsitzende des BUND Schleswig-Holstein. „Das Alleinstellungsmerkmal des BUND ist nach wie vor die Vielfalt der umweltpolitischen und naturschutzfachlichen Themen, die im Verband bewegt und einer breiten Öffentlichkeit weitergegeben werden", betont Bielfeldt.

Viele der Fragen von damals sind heute relevanter denn je, auch wenn sich zwischenzeitlich im Umwelt- und Naturschutz viel getan hat. Atomkraft, Klima, Verkehr, Abfall und Biodiversität, aber auch Landwirtschaft, Wald, erneuerbare Energien und Meeresschutz sind damals wie heute gesellschaftspolitisch relevante Themen.

Als Anwalt der Natur ist der Landesverband mit seinen vielen regionalen Gruppen und aktuell fast 13.000 Unterstützer*innen im ganzen Land aktiv: bei der Schutzgebietsbetreuung, der Bearbeitung von Stellungnahmen, der Umweltbildung, der Öffentlichkeitsarbeit und und und. Die daraus resultierende Schlagkraft konnte der BUND SH in den vergangenen 40 Jahren oft beweisen. Beispielsweise sind der Stopp des Transrapid sowie der Erhalt des Beltringharder Koogs und der Haseldorfer Binnenelbe als Schutzgebiete Erfolge, zu denen die Arbeit des Verbandes maßgeblich beigetragen hat. Auch heute noch müssen die in EU-Gesetzen verbrieften Lebensrechte von Fledermaus, Nonnengans und Schlammpeitzger in Gesprächen und teilweise vor Gericht durchgesetzt werden.

Durch den kontinuierlichen Einfluss auch des BUND SH auf die zivilgesellschaftliche Diskussion sind viele Umweltthemen mitten in der Gesellschaft angekommen. Umweltbildung hat einen Zugang in die öffentlichen Schulen gefunden, funktionierende Abfallwirtschaftssysteme in den Kreisen und ein Anteil von über 100% an erneuerbaren Energien an der Stromproduktion des Landes sind inzwischen selbstverständlich. Auch die Entwicklung von Naturschutz- und Umweltrechten mit Bürger*innenbeteiligung waren vor 40 Jahren noch undenkbar. Erfolge, die durch den großen Einsatz auch von ehren- und hauptamtlichen Kräften des BUND SH möglich geworden sind.

Atomkraft war beispielsweise eines der Themen, das die Gründungsmitglieder des Verbandes stark umgetrieben hat. Kämpfte der BUND SH damals noch gegen das strahlende Erbe, so setzt er sich heute und in der Zukunft dafür ein, dass der Rückbau der drei Atomkraftwerke im Land sowie die Endlagersuche in Deutschland in einem transparenten, wissenschaftlich abgesicherten Prozess durchgeführt wird.

Die vergangenen vier Jahrzehnte waren für den Natur- und Umweltverband voller Höhen und Tiefen. Der Landesverband blickt jedoch zuversichtlich auf die kommenden Jahre. „Der ungebremste Mitgliederzuwachs zeigt uns, dass der eingeschlagene Weg richtig ist. Wir freuen uns, dass neue und junge Menschen in dem Verband eine Heimat finden und sich aktiv für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz einsetzen“, erläutert Ole Eggers, Geschäftsführer des BUND SH. „Der BUND ist ein basisdemokratischer Verband und er lebt vom Mitmachen. Wir sind allen, die einen Beitrag zu unserer Arbeit geleistet deshalb sehr dankbar und offen für diejenigen, die zukünftig etwas dazu beitragen wollen“, so Eggers weiter.

Zu den Feierlichkeiten des Verbandes

Pressekontakt:
Ole Eggers, Landesgeschäftsführer, BUND-Schleswig-Holstein

ole.eggers(at)bund-sh.de, 0178-63 50 719

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