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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Weidetierprämie für Schafe: Rettet die Schafhaltung

20. März 2018 | Landwirtschaft, Massentierhaltung

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat am 20. März 2018 bundesweit die Landwirtschaftsminister aufgefordert sich bei der Bundesregierung für die Einführung einer Weidetierprämie für Schäfer*innen einzusetzen. Die Schafhaltung sei ein unverzichtbares Instrument des Landschafts- und Naturschutzes. Insbesondere in Schleswig-Holstein sei sie für die Deichpflege unerlässlich. Dies müsse auch wirtschaftlich honoriert werden.

Deichschützer im Einsatz: Schafe an Schleswig-Holsteins Westküste in Nordfriesland.  (Tobias Langguth)

„Deutschland ist das einzige EU-Land welches die Möglichkeit gekoppelter Prämien aus der 1. Säule der EU-Agrarförderung nicht nutzt. In 22 EU-Staaten wird dies schon für Weideprämien getan“, erläutert Ole Eggers, BUND-Landesgeschäftsführer in Schleswig-Holstein. „Auch in Deutschland müssen wir die Möglichkeiten von Weideprämien endlich nutzen. Die Landesregierung, muss sich bei der neuen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner für dieses Instrument stark machen“, fordert Eggers. Bis Ende Juli müsse die Bundesregierung einen entsprechenden Beschluss nach Brüssel kommunizieren, damit die Weideprämien noch ab 2019 ausgezahlt werden könnten.

Die EU erlaubt bis zu acht Prozent der Direktzahlungen an Landwirt*innen für „gekoppelte Prämien“, wie eben Weideprämien, zu nutzen. Deutschland ist der einzige EU-Staat, der diese Möglichkeit nicht nutzt, angeblich um Marktverzerrungen zu vermeiden.

„Die wichtige Rolle der Schafhaltung als letzte, weitestgehend artgerechten Nutztierhaltung für Landschafts-, Natur- und Deichschutz ist unumstritten. Am Markt wird der Beitrag der Schafe für Biodiversität und Küstenschutz aber nicht ausreichend honoriert. Bei der Schäferei liegt ein klares Marktversagen vor“, stellt Tobias Langguth, BUND-Naturschutzreferent, fest. Aus Sicht des BUND sei ein Eingreifen der Politik deshalb dringend geboten, um zu verhindern, dass die Schäferei mittelfristig wegfällt. Der BUND stellt sich damit hinter die Forderungen der Kampagne #SchäfereiRetten, die am 13. Märzu 2018 in Berlin über 75.000 Unterschriften für eine Weidetierprämie an das Bundeslandwirtschaftsministerium übergab. „Das beste Mittel für die Erhaltung einer extensiven Weidetierhaltung ist die Weidetierprämie“, schließt Langguth ab. 

Pressekontakt: 

Tobias Langguth, BUND-Referent für Naturschutz & Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0431 66 060 51, Mobil 0170 43 62 360, E-Mail tobias.langguth(at)bund-sh.de

Ole Eggers, BUND-Landesgeschäftsführer
Tel. 0431 66060 60, Mobil 0178 635 07 19, E-Mail ole.eggers(at)bund-sh.de 

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