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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Widerstand gegen LNG-Terminal in Brunsbüttel

08. Oktober 2018 | Energiewende, Fracking, Klimawandel

Zurzeit wird geplant unweit des Atomkraftwerkes Brunsbüttel ein Schiffsterminal für die Verladung von Flüssigerdgas (englisch liquefied natural gas, LNG) zu errichten. Der BUND lehnt dies aus energie- und klimapolitischen Gründen ab. In einem offenen Brief haben sich zusammen mit dem BUND nun weitere Umweltgruppen an die Öffentlichkeit gewandt.

LNG-Frachter im Hafen von Rotterdamm. Bald auch in Brunsbüttel?  (kees torn / Flickr / CC BY-SA 2.0 )

Der offene Brief von etwa 20 Umweltgruppen und -verbänden richtet sich an Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, Umweltminister Jan Philipp Albrecht und die Ratsmitglieder der Stadt Brunsbüttel. In ihm wird dargelegt, weshalb das geplante LNG-Terminal aus ökologischen und ökonomischen Gründen abzulehnen ist.

Kernpunkt ist dabei vor allem, dass auch Erdgas ein fossiler Energieträger ist, der zur Rettung des Weltklimas mittelfristig aus der Nutzung genommen werden muss. Erdgas verbrennt zwar sauberer als andere fossile Brennstoffe und setzt dabei etwas geringere Kohlendioxid-Mengen frei, als etwa Erdöl, allerdings ist Erdgas in seiner Reinform sehr klimaschädlich. Aufgrund seiner Flüchtigkeit kommt es bei Transport, Verladung, etc. immer wieder zu kleinen Leckagen, die das klimaschädliche Erdgas zusätzlich freisetzen.

Erdgas steht außerdem der weiteren Ökologisierung der Energieversorgung im Weg, als dass es sich um eine echte Brückentechnologie handelt. 
Aus Sicht der Umweltgruppen gibt es auch keinen volkswirtschaftlichen Bedarf für weitere Erdgas-Importe. Deutschland verfügt schon jetzt über eine ausreichende Erdgasversorgung. Bis 2050 hat sich die Bundesrepublik selbst das Ziel gesetzt, weitgehend aus der Nutzung fossiler Energieträger auszusteigen. Nun große Summen in ein Erdgas-Terminals zu investieren, ist damit sowohl klimaschutzpolitisch, wie auch ökonomisch nicht sinnvoll, sondern schafft nur eine umweltschädliche Investitionsruine.

Die versammelten Umweltgruppen fordern deshalb eine komplette Neubewertung des Projektes, welche die Folgen für den Klimaschutz einbezieht, die Rücknahme von Fördermittelzusagen sowie die Durchführung einer strategischen Umweltprüfung und eines öffentlichen Beteiligungsverfahrens.

Der vollständige offene Brief kann hier heruntergeladen werden:

Offenen Brief zum LNG-Terminal Brunsbüttel

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