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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Vielzweckhafen Brunsbüttel ökonomisch unnötig, ökologisch gefährlich

10. Juni 2015 | Flüsse & Gewässer, Meere

Die Stadt Brunsbüttel plant mit den Kreisen Dithmarschen, Steinburg und dem Land Schleswig-Holstein einen Vielzweckhafen mit Schwerlastpier. Heute, am 10. Juni lief die Frist für Einwendungen ab. Der BUND Schleswig-Holstein übt deutliche Kritik in einer Stellungnahme.

Die Hafenanlage wird über eine Länge von zirka 400 Meter Länge und einem Kostenvolumen von etwa 70 Millionen Euro geplant. Finanziert werden soll sie über die Kreise, die Stadt Brunsbüttel, das Land Schleswig-Holstein und zum größten Teil über Gelder der Europäischen Union. Kritisiert wird maßgeblich, dass die ökologischen Aspekte zu Flora und Fauna nur unzureichend untersucht worden sind, speziell die Fischerei im vorgelagerten Elbegebiet. Insbesondere die EU-Wasserrahmenrichtlinie, sowie EU-Meeresstrategierichtlinie werden nach Bewertung des BUND nicht ausreichend berücksichtigt. Massive Beeinträchtigungen der Tier- und Pflanzenwelt sind aufgrund der mangelhaften Untersuchungen nicht auszuschließen.  

Neben der ökologischen Kritik, bemängelt der BUND, dass nicht ausreichend Standort-Alternativen untersucht wurden. Brunsbüttel verfügt nach Einschätzung des BUND über kanalseitige Hafenkapazitäten, die entsprechend angepasst werden könnten. 

Insgesamt geben wirtschaftliche Gutachten dem Hafen keine positive Prognose. Die untersuchten Betätigungsfelder – Versorgung der in der Nordsee installierten Offshore-Windparks – werden durch bestehende Häfen, wie etwa Cuxhaven, Emden, Wilhelmshaven, Brake, Nordenham, Esbjerg oder auch Eemshaven abgedeckt. In diesem Sektor gibt es erhebliche Überkapazität. Ein Ausbau ist also weder aus ökologischen, nach aus ökonomischen Gründen notwendig – wie schon bei der Elbvertiefung.

 
Pressekontakt: 

Norbert Pralow, BUND-Kreisgruppe Dithmarschen
Tel. 04805-901550, E-Mail: Norbert.pralow(at)bund.net 

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