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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

BUND begrüßt Einigung zur reduzierten Einleitung radioaktiver Abwässer in die Elbe

18. Mai 2019 | Atomkraft, Energiewende, Landespolitik

Der BUND erlangt in Gesprächen mit Vattenfall und MELUND einen gemeinsamen Erfolg bei der Reduzierung von zulässigen radioaktiven Abwasserwerten bei dem Rückbau des Atomkraftwerks Brunsbüttel.

 (rabedirkwennigsen / Pixabay )

Kiel: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Schleswig-Holstein begrüßt die Ergebnisse der vom MELUND moderierten Gespräche mit den Betreibern des AKW Brunsbüttel, Vattenfall. Der BUND hatte im Rahmen des Verfahrens zum Rückbau des AKW Brunsbüttel die wasserrechtliche Einleitungserlaubnis kritisiert. Während des Rückbaus sollte weiterhin die Einleitung von größeren Mengen radioaktiver Substanzen erlaubt sein ohne dass ein Leistungsbetrieb stattfindet. Es drohte deshalb ein für alle Seiten aufwändiger Rechtsstreit.

„Mit der gestrigen Vereinbarung wird die Grundlage geschaffen, den von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragenen Rückbau des AKW Brunsbüttel zügig und in einem ausreichend sicheren Maß durchzuführen“, so Rainer Guschel, Atomexperte und Vorstandsmitglied im BUND-Schleswig-Holstein. „Es ist uns im intensiven und konstruktiven Dialog mit Betreiber und Ministerium gelungen, einen Einleitungswert festzulegen, der nur noch knapp 3 Prozent des gesetzlichen Grenzwertes beträgt,“ so Guschel weiter. Die gesetzlichen Einleitungswerte sind vor mehreren Jahrzehnten formuliert worden und entsprechen nicht mehr dem aktuellen technischen Stand. Die von Vattenfall zur Verfügung gestellten Unterlagen belegen, dass das AKW aufgrund moderner Anlagen auch schon während des Betriebes diese Grenzwerte weit unterschreiten konnte. Der BUND ist daher überzeugt, dass Vattenfall diese Werte im Rückbauverfahren, also ohne die laufenden Reaktoren, noch deutlich unterschreiten kann.

„Diese Einigung schreibt ein klein wenig Atom-Geschichte“ so Ole Eggers, Landesgeschäftsführer des BUND-Schleswig-Holstein. „Mit dieser Festlegung werden Maßstäbe für andere laufende Verfahren in der Bundesrepublik gesetzt. Der Beschluss setzt ein hohes Vertrauen in die technische Leistungsfähigkeit beim Betreiber Vattenfall voraus und ist Ansporn für die anstehenden Rückbauverfahren anderer AKWs“. Trotz der vereinbarten Reduzierung schreibt das Atomgesetz zwingend vor, eine technisch mögliche weitere Minimierung der Einleitungswerte anzustreben.

„Mit diesem gemeinsam getragenen Arrangement ist ein wesentlich höheres Maß an Sicherheit für die Bevölkerung an der Elbe erreicht worden“, ergänzt Eggers zufrieden.

Pressekontakt:
Ole Eggers, Landesgeschäftsführer, BUND-Schleswig-Holstein, 0178-63 50 719

E-Mail: ole.eggers(at)bund-sh.de

Rainer Guschel Landesvorstand BUND-Schleswig-Holstein

E-Mail: rainer.guschel(at)bund-sh.de

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