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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Artenschutz an Gebäuden

Wie kann man Wohnhaus, Firmensitz oder ein öffentliches Gebäude einer Kommune (z. B. Kirchen, Verwaltungsgebäude etc.) schnell und einfach umgestalten und damit der Tierwelt vor Ort helfen?

Selbst schmale Fensterbänke können Vögeln als Nistplätze dienen. (Pixabay)

Die Gebäude in unseren Siedlungen bieten nicht nur uns Menschen ein Zuhause, sondern auch vielen Tieren. Sie nutzen unsere Häuser, Garagen, Dachböden etc. als Schlaf-, Brut- oder Überwinterungsquartier. Einige Tierarten finden in der freien Natur keine natürlichen Unterkünfte mehr, da es z. B. immer weniger alte Bäume mit Baumhöhlen gibt. Unsere Gebäude sind jedoch nicht nur Zufluchtsorte für Tiere, sondern tragen auch zu ihrer Gefährdung bei.

Regenrinnen als Vogelfalle

Eine oft unbeachtete Gefahr für Vögel stellen Regenrinnen und Regenfallrohre an Gebäuden dar. Die Vögel können bei der Suche nach Nahrung oder einem Bad in die Regenfallrohre abrutschen und verenden dort qualvoll.

Abhilfe schaffen spezielle Schutzvorrichtungen über den Öffnungen oder über der gesamten Regenrinne. Die unter dem Namen "Laubfanggitter" oder "Rinnensieb" erhältlichen Schutzgitter werden einfach in die Öffnung zum Regenfallrohr gesteckt und kosten nur wenige Euro. Informieren Sie sich im Fachhandel.

Ein weiterer positver Nebeneffekt dieser Schutzvorrichtungen neben dem Vogelschutz: Die Regenrinne bzw. das Regenabfallrohr kann nicht durch Laub verstopft werden.  

Kamine, Öfen und Schornsteine - Gefahr für Fledermäuse und Vögel

Die abgestrahlte Wärme von Schornsteinen zieht in der kalten Jahreszeit viele Fledermäuse und Vögel an. Leider führt die Suche nach dem warmen Unterschlupf manchmal in das glatte Ofenrohr, das damit zur Todes­fal­le wird, da kein Hochfliegen oder -klettern möglich ist. Die Tiere fallen hinein, gelangen nicht mehr hinaus und verbrennen qualvoll.

Zur Vorbeugung und zum Schutz von Fledermäusen und Vögeln sollten Sie ein dicht anliegendes Gitter (maximale Maschenweite 5-10 mm) über der Schornsteinöffnung anbringen. Bitten Sie Ihren Schornsteinfeger bei der nächsten Reinigung, ein vorbereitetes Gitter über das Rohr zu stül­pen. Regelmäßige Kontrollen des Kamins verhindern, dass verirrte Fledermäuse oder Vögel grausam verenden.  

Ihre Ansprechpartnerin

Ann Kristin Montano

Netzwerk Streuobstwiesen
E-Mail schreiben Tel.: 0431 66 060-40

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