Alles fließt - in die Ostsee

Ein Citizen-Science-Projekt des BUND Schleswig-Holstein, was sichtbar macht, wie stark die Ostsee von der Eutrophierung belastet ist – damit sich Mehr Menschen für den Meeresschutz stark machen können!

Das ökologische Problem

Die Ostsee ist stark durch Nährstoffeinträge belastet! 
Eine der Hauptursachen ist die Landwirtschaft: Vor allem Stickstoff- und Phosphorverbindungen gelangen über Flüsse, das Grundwasser und Niederschläge in die Ostsee. Dort fördern sie die Eutrophierung – ein Prozess, der das Ökosystem, die Artenvielfalt und die Wasserqualität erheblich beeinträchtigt.

Die Überdüngung der Gewässer und der Ostsee ist seit vielen Jahren ein bekanntes ökologisches Problem: Die Ursachen sind zwar hinreichend bekannt, aber die bisher ergriffenen Gegenmaßnahmen reichen nicht aus. Auch wenn es bereits umfangreiche Forschungsergebnisse gibt, könnten zusätzliche Erhebungen an den Zuflüssen zur Ostsee dazu beitragen, die Datenlage weiter zu ergänzen und Handlungsansätze gezielter zu machen.

Zugleich braucht es mehr öffentliche Aufmerksamkeit: Denn nur wenn das Thema stärker ins Bewusstsein rückt, werden die Zusammenhänge mit dem Artenschwund deutlich.

 

Ziel des Projektes

Das Ziel des Projekts ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Citizen-Science-Konzept zur Untersuchung von Nährstoffeinträgen zu entwickeln, die über Fließgewässer in die Ostsee gelangen. Um auf diese Weise auf den kritischen Zustand der Gewässer und der Ostsee aufmerksam zu machen. Gleichzeitig setzt das Projekt auf eine Zusammenarbeit mit den Umweltfachbehörden sowie den Ostseebeiräten, die im Rahmen des Aktionsplans Ostseeschutz gegründet wurden.

Dabei wird die Citizen-Science-Methodik verwendet, um geeignete und praxistaugliche Verfahren der Wasserprobennahme für die Arbeit mit Ehrenamtlichen zu bewerten und zu erproben. Es wird untersucht, ob und wie eine Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen in dieser Form erfolgreich umgesetzt werden kann, um das Konzept anschließend im geplanten Hauptprojekt weiterzuführen. 
Citizen Science heißt übersetzt „Bürgerwissenschaft“ und beschreibt die Beteiligung von Menschen, die nicht notwendigerweise über eine wissenschaftliche Ausbildung verfügen, an wissenschaftlicher Forschung. Sie können dabei in einer oder mehreren Phasen des Forschungsprozesses mitwirken, beispielsweise bei der Datenerhebung, der Beobachtung oder der Auswertung von Informationen. Dadurch können wissenschaftliche Fragestellungen in größerem räumlichen Umfang und mit einer höheren Datendichte untersucht werden.

Der Einsatz von Citizen Science ermöglicht jedoch nicht nur eine umfangreiche Datenerhebung, sondern lädt die Zivilgesellschaft auch dazu ein, sich aktiv an der Bewältigung eines konkreten Umweltproblems zu beteiligen. Die Teilnehmenden setzen sich mit den Ursachen und Folgen der Eutrophierung auseinander, erwerben Wissen über dieses Thema und entwickeln ein stärkeres Bewusstsein für den Schutz von Gewässern und der Ostsee.

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an naturwissenschaftlich interessierte Jugendliche und Erwachsene, die aktiv am Ostseeschutz mitwirken und sich ehrenamtlich an der Erprobung von Methoden zur Wasserprobenahme an Zuflüssen der Ostsee beteiligen möchten.

 

Projektablauf

  • August – September 2026: Schulung der Ehrenamtlichen
  • September – Oktober 2026: Testphase, erste Probenahmen unter realen Bedingungen
  • November 2026 – März 2027: offizieller Testzeitraum, regelmäßige Probenahme

Das Projekt ist als einjähriges Pilotprojekt angelegt und endet im April 2027.

 

Projektumsetzung

 (Canva)

Die Gewinnung der Ehrenamtlichen erfolgt vor allem über die Kreisgruppen des BUND sowie über Presseberichte und soziale Netzwerke. Ziel ist es, interessierte Freiwillige im Ostseeraum für ein langfristiges Fluss-Monitoring zu gewinnen. Ergänzend dazu sind Schulungen und praktische Einführungsveranstaltungen vorgesehen, die im Anschluss dazu befähigen, Wasserproben und Messungen eigenständig nach wissenschaftlichen Standards durchzuführen. So wird eine hohe Qualität der Probenahmen sichergestellt. Die erhobenen Daten dienen der Langzeituntersuchung von Nährstoffeinträgen in die Ostsee, die unabhängig der Messstellen des Landes ergänzend vorgenommen werden.

 

Aufbau eines Netzwerks

Im Rahmen des Projektes sollen gezielt Kooperationen mit fachlichen Institutionen wie unter anderem dem Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein (MEKUN), dem Landesamt für Umwelt (LfU), Klärwerken und Verbänden sowie fachlich interessierten Expert*innen aufgebaut werden. Gemeinsam mit den zuständigen Fachstellen werden geeignete Methoden und Standorte für die Wasserprobenahme identifiziert und bewertet.

Magdalena Gatta-Rosemary

Projektleitung
Lorentzendamm 16 24103 Kiel E-Mail schreiben Tel.: 0155 67389956

Bini Schlamann

Fachliche Beratung
E-Mail schreiben Mobil: 0176 60365296

Verena Platt-Till

Fachliche Beratung
E-Mail schreiben Tel.: 0152 29015049

Förderung

 

 

 


Das Projekt „Alles fließt – in die Ostsee“ wird von 

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