Nurturing Nature

Im Projekt "Nurturing Nature" möchte der BUND Schleswig-Holstein einen regenerativen Wandel im Tourismus voranbringen. Das vom EU-Interreg-Programm 6A geförderte Projekt wird unter Federführung des Geopark Det Sydfynske Øhav in einer starken Kooperation mehrerer Projektpartner*innen aus Deutschland und Dänemark durchgeführt. Die Zusammenarbeit hat zum Ziel, einen regenerativen Ansatz im Tourismus einzuführen, bei dem sowohl Einheimische als auch Urlaubsgäste aktiv zum Schutz und zur Wiederherstellung von Natur und Kultur beitragen. Kern der Mission ist es, den negativen Auswirkungen des (Massen-)Tourismus und den anhaltenden ökologischen Herausforderungen, die die biologische Vielfalt an Land und auf See bedrohen, entgegenzuwirken.

Mitmachen - werdet ein NuNa-Pilotstandort für regenerativen Tourismus

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Im Rahmen von Nurturing Nature suchen wir mindestens 12 Pilotstandorte entlang der schleswig-holsteinischen Ostseeküste und im angrenzenden Binnenland sowie im Geopark Det Sydfynske Øhav in Dänemark. In begleiteten Co-Kreationsprozessen sollen aus eigenen Ideen, Herausforderungen und Potenzialen des Ortes ein oder mehrere regenerative Tourismusangebote entwickelt und erprobt werden.

Bei euch in der Region gibt es auch einen passenden Standort?

Bis 31. August 2026 könnt ihr euch als Pilotstandort bei uns bewerben.


 

Pilotstandorte in Schleswig-Holstein – das suchen wir:

Standorte nahe der Ostseeküste und im angrenzenden Binnenland – die Größe ist flexibel:

  • Kleinere Standorte: z. B. ein Strandabschnitt, Waldgebiet oder See
  • Größere Standorte: z. B. ein Dorf, eine Gemeinde oder ein übergreifendes Gebiet (z. B. Naturpark)

Kooperation vor Ort

Pro Pilotstandort braucht es ein Team aus mindestens 3 Akteur*innen aus den folgenden Bereichen:

  • Lokale Gemeinschaft (z.B. Naturschutzgruppen, Vereine, Bürgerinitiativen)
  • Tourismus/Lokale Unternehmen/KMU (z.B. Tourismus-Information, Hotel, Campingplatz, Gastronomie, Kanuverleih, Surfschule)
  • Öffentlicher Sektor (Gemeindeverwaltung, Naturpark/Schutzgebietsmanagement)

Was Pilotstandorte bekommen

  • Teil eines grenzübergreifenden Netzwerks für regenerativen Tourismus werden
  • Professionelle Unterstützung bei der Entwicklung und langfristigen Etablierung neuer, attraktiver Angebote
    • „Wertekompass“ als Leitfaden & gemeinsame Arbeitsgrundlage für die Entwicklung regenerativer Angebote
    • Qualifizierung von Regionalkoordinator*innen zur Begleitung der Co-Kreationsprozesse
    • Finanzielle Unterstützung der Co-Kreationsworkshops und der Erprobung der Aktivitäten (bis zu 2.000€ je Standort)

  • Mehr Identifikation und Engagement bei Gästen: Besucher*innen werden zu Mitgestaltenden und tragen aktiv zum Erhalt der Region bei
  • Mehr Zusammenarbeit vor Ort durch Co-Kreationsworkshops (Inklusivität, Empowerment, soziale Innovation)
  • Stärkung der lokalen Marke als verantwortungsvolle, zukunftsfähige Destination durch innovative Marketingstrategie für die regenerative Tourismusregion

 

Hintergrund

Zum Prä-Projekt “Pre-Nurturing Nature”

Insgesamt kommen immer mehr ausländische Gäste nach Norddeutschland und Dänemark – ein Trend, der als „Coolcation“ bezeichnet wird. Innerhalb von 10 Jahren hat sich die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus Südeuropa in Dänemark nahezu verdoppelt. Und auch in Schleswig-Holstein hat der Tourismus im Jahr 2024 mit über 38 Millionen Übernachtungen einen historischen Rekord aufgestellt. Um sicherzustellen, dass der Reiseboom keine negativen Folgen für die Natur und die lokalen Gemeinschaften in den Urlaubsregionen hat, braucht es neue Ansätze in der Tourismusentwicklung.

An dieser Stelle setzt das deutsch-dänische Kooperationsprojekt Nurturing Nature (NuNa) an:

Mit einer Förderung von rund 1,35 Millionen Euro durch Interreg Deutschland-Dänemark soll NuNa in den kommenden drei Jahren den Weg für einen regenerativen Wandel im Tourismus aufzeigen.

Ziel des Projektes

Das Ziel ist es, Orte im Projektgebiet zwischen Südfünen in Dänemark und der schleswig-holsteinischen Ostseeküste dabei zu unterstützen, gemeinsam mit lokalen Akteur*innen neue regenerative Tourismusangebote zu entwickeln, zu erproben und langfristig sichtbar zu machen.

Im Projekt NuNa geht es nicht nur darum, den ökologischen Fußabdruck des Tourismus zu reduzieren, sondern eine positive Veränderung zu schaffen. Der regenerative Ansatz bedeutet, dass sowohl Einheimische als auch Besucher*innen aktiv zum Schutz und zur Wiederherstellung von Natur und Kultur in ihrer (Urlaubs)region beitragen und einen echten Mehrwert schaffen.


 

Bekomme einen noch besseren Einblick in Nurturing Nature und unsere regenerative Zukunftsvision für den Tourismus im Teaserfilm zum Projekt:

Die Leitlinien für regenerativen Tourismus im Projekt Nurturing Nature sind:

Alle Beiträge auf- oder zuklappen
1. Denken in lebendigen Systemen

Die Menschen sind Teil der Natur.

2. Sensibilität für den lokalen Kontext: Der konkrete Ort

Regenerative Tourismuserlebnisse müssen aus dem jeweiligen lokalen Umfeld mit seinen individuellen Besonderheiten und Potenzialen heraus entstehen.

3. Langfristiger Fokus auf die Förderung von Vielfalt

Lebendige Systeme sollen so unterstützt werden, dass sie langfristig vielfältiger, widerstandsfähiger und lebendiger werden in einem fortlaufenden, dynamischen Prozess.

Was ist eigentlich regenerativer Tourismus?

 

Viele unserer Landschaften stehen heute unter Druck. Um Erholung für Gäste zu schaffen, Natur zu stärken und Orte lebendig zu halten, geht regenerativer Tourismus weiter als klassische Nachhaltigkeit. Jeder Besuch soll Verbindung schaffen zwischen Mensch, Natur und lokalem Umfeld. Das Potenzial des Ortes wird gesehen und gefördert.

"Du bist Teil eines lebendigen Systems, in dem alles miteinander verbunden ist. Für den Tourismus bedeutet dies, Ökosysteme zu heilen, lokale Gemeinschaften zu stärken und den einzigartigen Charakter einer Region zu feiern und zu fördern."

- Prof. Dr. Julius Stephan, Duale Hochschule Schleswig-Holstein

 

Projektablauf

1. Methodenentwicklung und Training von Regionalkoordinator*innen
In einem ersten Schritt wegen im Rahmen von NuNa lokale Kräfte – sowohl Projektpartner*innen als auch Vertreter*innen aus den teilnehmenden Gemeinden im Projektgebiet – für einen regenerativen Wandel im Tourismus qualifiziert. Durch ein gezieltes Trainingsprogramm lernen sie, als Regionalkoordinator*innen bei sich vor Ort den Co-Kreationsprozess zur Entwicklung neuer regenerativer Tourismusangebote zu begleiten. Als Leitfaden und gemeinsame Arbeitsgrundlage dient dabei ein im Projekt entwickelter „Wertekompass“ für regenerativen Tourismus. 

Ziel: nachhaltiges Wachstum im Tourismus, das nicht nur an heute, sondern auch an morgen denkt und der Region etwas zurück gibt.

2. Co-Kreation von regenerativen Tourismusinitiativen
An mindestens 12 Standorten entlang der schleswig-holsteinischen Ostseeküste und im angrenzenden Binnenland sowie im Geopark Det Sydfynske Øhav werden lebendige Co-Kreationsprozesse initiiert. Hier entscheiden nicht externe Expert*innen, sondern die, die das Gebiet am besten kennen – Bewohner*innen, Unternehmen, lokale Tourismusorganisationen und VereineZiel der Co-Kreations-Workshops ist es, ausgehend von den eigenen Ideen, Herausforderungen und Potenzialen des Ortes ein oder mehrere neue regenerative Tourismusangebote zu entwickeln und im weiteren Projektverlauf praktisch zu erproben.

3. Innovatives Marketing
Auch in der Kommunikation beschreitet NuNa neue Wege. Mit innovativen Marketingansätzen wird erforscht, wie die richtigen Zielgruppen erreicht werden können – von Einheimischen und Zugezogenen bis hin zu neugierigen Gästen. Durch das Testen neuer Kernbotschaften rund um verantwortungsvollen Tourismus mit einzigartigen Erlebnissen soll die lokale Marke als regenerative Tourismusregion gestärkt werden.. Hier geht es nicht nur darum, Gäste anzuziehen, sondern dazu zu inspirieren, auf eine neue Weise zu reisen und zu leben. Gemeinsam entsteht so eine Reiseziel, das nicht nur besucht, sondern auch zum Blühen gebracht wird – für alle, die dort leben, und alle, die vorbeikommen.


 

Logos der Projektpartner des Projekts "Nurturing Nature" Interreg, Nurturing Nature, Geopark, Unesco, Svendborg Kommune, Aero turist&erhverv, faaborg-midftyn Kommune, Langeland Kommune, UCL, Destination Fyn, BUND, OHT, DHSH

Infos zum Projekt auf Dänisch

Franzi Bäker

Projektleitung
E-Mail schreiben Mobil: 0155 63154224

Edda Schuldt

Projektmitarbeit
E-Mail schreiben Mobil: 015560826818

Förderung

Das Projekt wird gefördert vom Interreg 6A Programm "Deutschland-Danmark".

Projektlaufzeit: August 2025 - Juli 2028

Fördersumme: 1,35 Millionen Euro

Zudem unterstützt BINGO! - Die Umweltlotterie das Projekt mit einer Kofinanzierung.

Projektorganisation

Mit dem UNESCO Global Geopark Det Sydfynske Øhav als Leadpartner vereint NuNa verschiedene Partner*innen aus Dänemark und Deutschland:

Zusätzlich bringen sich über 20 Netzwerkpartner*innen mit Wissen und innovativen Aktivitäten ein – darunter z. B. Gemeindevertretungen, lokale Campingplätze, Naturparks, Lokale Aktionsgruppen und Biodiversitätsinitiativen.

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