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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

EU-Behörde bestätigt Bienengefahr von Neonicotinoiden

01. März 2018 | Chemie, Landwirtschaft, Wildbienen

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat ihre Bewertung von Neonicotinoiden abgeschlossen und die Risiken von Bienen, die von diesen Pestiziden ausgehen, bestätigt.

Die EFSA hatte untersucht, ob Wild- und Honigbienen in der freien Natur Konzentrationen von Pestiziden ausgesetzt sein können, die dann Auswirkungen auf die Bienen haben könnten. Dabei wurden die drei Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam unter die Lupe genommen und verschiedene Kombinationen von Bienenart, Pflanzenart, Pestizidart und Expositionspfade betrachtet, um daraus ein Risiko für Bienen abzuleiten.
Die EFSA stützte sich dabei auf umfangreiche Datenerhebungen mit einer systematischen Literaturauswertung, um alle aktuellen wissenschaftlichen Daten zu den Folgen von Neonicotinoiden zusammenzutragen

Insgesamt kommt die EFSA zu dem Ergebnis, dass bei der Anwendung von Neonicotinoiden ein hohes Risiko für Bienen besteht, welches vor allem durch Pestizidrückstände an Nektar und Pollen hervorgerufen wird. Aber auch eine Anreicherung von Pestiziden im Boden wurden betrachtet. Neben Risiken für Honigbienen wurden auch Gefahren für Wildbienen identifiziert.

Neonicotinoide sind hochpotente Pestizide, die schon in kleinsten Mengen fatale Auswirkungen auf Bienen haben. So wird etwa das Orientierungsvermögen von Bienen geschädigt, aber auch das Immunsystem und die Fruchtbarkeit kann beeinflusst werden.

Der BUND fordert nun von Deutschland, dass die Bundesregierung sich bei der EU-Kommission für eine Ausweitung des bestehenden Teilverbotes auf alle Freilandanwendungen stark machen muss.

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