„Aalutsetten“ endlich aussetzen!

04. März 2026 | Wildnis, Naturschutz, Landespolitik, Flüsse & Gewässer

• BUND SH: Aussetzen junger Aale in Schlei und Ostsee ist ein Skandal für Ökologie, Tier- und Artenschutz • Eingeflogene Aale können ihren natürlichen Wanderweg nicht finden

 (Pixabay)

Kappeln/Kiel. In dieser Woche sollen eine Million Glasaale (350 Kilogramm) in der Schlei ausgesetzt werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein e. V. (BUND SH) hält diese Aktion für einen ökologischen Skandal.

Dazu sagt Rainer Borcherding vom BUND SH: „Wie soll ein Babyaal, der in Spanien gefangen und nach Deutschland geflogen und hier ins Wasser geworfen wird, jemals den Weg in sein Laichgebiet in der Mitte des Atlantischen Ozeans finden? Nur im tiefsten Atlantik können Aale sich fortpflanzen. Statt die stark gefährdete Art in ihren letzten Rückzugsgebieten vor der spanischen und französischen Küste in Ruhe zu lassen, wird sie hier im Fischbrötchen verbraten. Das Aussetzen von Aalen ist eine Scheinlösung, die den Aalfischern die Reusen füllt und das Aussterben des Aals noch beschleunigt.“

Pressekontakt
Sina Clorius
0179 2630518 

sina.clorius(at)bund-sh.de 

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