Die Schleswig-Holsteiner Direktkandidaten sind im Vergleich zu ihren KollegInnen im restlichen Bundesgebiet am wenigsten daran interessiert den Wählern Auskunft über ihre Meinung zu wichtigen Fragen des Umweltschutzes zu geben. Von insgesamt 55 Direktkandidaten antworteten nur 31. Das sind 56 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 73 Prozent. Vor allem Kandidaten der SPD und der Grünen beteiligten sich am BUND-Check (SPD: 10 von 11, Grüne: 9 von 11), gefolgt von der CDU (7), der FDP (4) und der Linken (1).
Das BUND-Siegel für umweltbewusste Antworten erhielten elf Kandidaten - acht Grünen-KandidatInnen, zwei der Linken und Mark Helfrich (CDU) aus dem Wahlkreis Steinburg - Dithmarschen Süd. Er ist damit der bundesweit einzige CDU-Kandidat, der diese Auszeichnung erhalten hat.
Alle teilnehmenden Grünen-KandidatInnen sprechen sich für eine schnelle Energiewende, verpflichtende Bürgerbeteiligung bei Bauprojekten und ein Stopp industrieller Massentierhaltung aus. Auch bei den KandidatInnen der SPD gibt es große Zustimmung zur Bürgerbeteiligung und gegen Massentierhaltung. Beim Thema Energiewende haben die meisten SPD-KandidatInnen jedoch eine widersprüchliche Meinung: Zwar wollen sie eine schnelle Energiewende, gleichzeitig aber noch am klimaschädlichen Energieträger Kohle festhalten.
Für mehr Bürgerbeteiligung sprechen sich die FDP-Kandidaten Sebastian Blumenthal, Wolfang Kubicki und Dr. Christel Happach-Kasan aus.
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