„Es ist erfreulich, dass bei wenigen Arten Fortschritte erzielt werden konnten. Die Erfolge, etwa beim See- und Fischadler, dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es für die Mehrheit der Tier- und Pflanzenarten in unserem Land weiterhin düster aussieht“, erklärt Ole Eggers, BUND-Landesgeschäftsführer. „Artenschutzprojekte sind ein wichtiger Pfeiler für den Erhalt der biologischen Vielfalt, sie können aber nur begrenztes leisten. Will das Land endlich echte Ergebnisse beim Schutz unserer Lebensgrundlagen vorweisen, dann wird es Zeit die großen Brocken anzupacken: Flächenverbrauch, Versiegelung und Nährstoffüberschuss“, so Eggers weiter.
„Auch die teils massiven Rückgänge beim Niederwild müssen aufhorchen lassen: Mit der Jagd auf Feldhase, Ringeltaube, Iltis & Co. muss endlich Schluss sein. Vernünftige Gründe für die Jagd auf diese Tierarten gibt es nicht. Alle bedrohten und gefährdeten Arten müssen endlich aus der Liste der jagdbaren Arten gestrichen werden. Schon 2013 haben wir in einem detaillierten Positionspapier ausgeführt, dass eine Bejagung nur bei Dam-, Rot- und Schwarzwild und in Ausnahmefällen beim Fuchs wirklich Sinn macht“, erläutert Tobias Langguth, Referent für Naturschutz beim BUND Schleswig-Holstein. „Zu begrüßen ist allerdings, dass das Land beim Thema Wolf weiterhin einen kühlen Kopf bewahrt. Diesen Kurs gilt es auch 2016 beizubehalten“, sagt Langguth abschließend.
Pressekontakt:
Tobias Langguth, Diplom-Biologe, Referent für Naturschutz BUND Schleswig-Holstein
Mobil: 0170/43 62 360, E-Mail: tobias.langguth(at)bund-sh.de
Ole Eggers, Diplom-Biologe, Landesgeschäftsführer BUND Schleswig-Holstein
Telefon: 0431/66060-60, E-Mail: ole.eggers(at)bund-sh.de