Die Kiesgrube in Malente-Kreuzfeld soll erweitert werden. Foto: BUND OH
Malente. Durch die geplante Erweiterung der Kiesabbauflächen in Malente-Kreuzfeld befürchtet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein (BUND SH) massive Umweltfolgen. Die Ausweitung um rund 51 Hektar stelle einen erheblichen Eingriff in Natur und Landschaft dar und gefährde den regionalen Grundwasserhaushalt, erklärt die BUND-Kreisgruppe Ostholstein.
„Die geplante Verlagerung des Abbaus auf die südliche Seite der Landesstraße 56 bedeutet nicht nur zusätzlichen Flächenverbrauch, sondern auch eine deutliche Zunahme von Lärm, Staub und Verkehrsbelastung für die Anwohner“, erklärt Irene Timmermann-Trosiener, Sprecherin der BUND-Kreisgruppe Ostholstein. Besonders besorgniserregend sei die mögliche Absenkung des Grundwasserspiegels, die langfristig Schäden an Feuchtbiotopen und landwirtschaftlichen Flächen oder sogar an weiter entfernt stehenden Gebäuden verursachen könne.
Der BUND kündigt an, die Umweltverträglichkeitsprüfung kritisch zu prüfen. Sie wird zurzeit erarbeitet. Der Umweltverband fordert eine transparente Bürgerbeteiligung vor jeder weiteren Entscheidung.
„Es darf keine Genehmigung ohne belastbare Gutachten zu Grundwasser, Artenschutz und Renaturierung geben“, erklärt Irene Timmermann-Trosiener. „In ersten Prüfungen der Fläche gab es Hinweise auf Haselmäuse in den Knicks. Wenn sich das bestätigt, müssen diese geschützten Tiere umgesiedelt werden.“ Besonders wichtig sind dem BUND Ostholstein außerdem verbindliche Pläne zur Förderung der Artenvielfalt auf den betroffenen Flächen nach Ende des Kiesabbaus.
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