Rechenzentren: Raumverträglich und standortgerecht

11. September 2026 | Energiewende, Flächenverbrauch, Landespolitik, Nachhaltigkeit, Ressourcen & Technik, Wirtschaft

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Rechenzentren sind das Rückgrat der digitalen Infrastruktur. Man unterscheidet zwischen klassischen Rechenzentren mit einem Energiebedarf von wenigen Megawatt und Hyperscalern mit einem Energiebedarf von bis zu mehreren Hundert Megawatt.

Schleswig-Holstein profitiert von CO2-neutralem Strom aus Wind, Sonne und Biomasse. Doch Wind- und Solarstrom stehen nicht rund um die Uhr in gleichem Maße zur Verfügung, während Hyperscaler eine stabile Stromversorgung benötigen.

Aktuell sind Rechenzentren in Busdorf, Großenwiehe, Heide, Kummerfeld, Langenhorn, Leck, Schuby und Schleswig in Planung, insgesamt mehr als 3.000 Megawatt (MW) Anschlussleistung.

Zum Vergleich: Das größte derzeit in Bau befindliche Rechenzentrum Deutschlands hat 200 MW Anschlussleistung und soll 11 Milliarden Euro kosten.

Der BUND SH fordert eine landesweite Strategie für Rechenzentren mit mehr als 10 MW Leistung.

Bei der Planung von Rechenzentren fordern wir:

1. Landesweite Standortsteuerung mit fundierter Planung

2. Raumverträglichkeit als Voraussetzung

3. Abwärmenutzung als Standortkriterium

4. Vorrang für Natur-, Flächen-, Boden- und Wasserschutz

5. Höchste Energieeffizienz und Vermeidung von CO2-Emissionen 

6. Keine Kostenverlagerung auf die Allgemeinheit 

7. Transparente Bürgerbeteiligung 

8. XXL-Rechenzentren nur mit Gemeinwohlbeitrag und digitaler Souveränität

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