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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Efeu an Bäumen

Harmloser Kletterer oder gefährlicher Baumwürger?

Immer wieder wird der Efeu (Hedera helix) verdächtigt, die Bäume, an deren Stämmen er hochrankt, zu schädigen oder gar zum Absterben zu bringen. Wissenschaftliche Studien aus Deutschland und Europa bestätigen diese Annahmen jedoch nicht. Im Gegenteil - Efeu ist eine optische und ökologische Bereicherung von Bäumen in unseren Gärten, Parks und Wäldern. Daher sind Maßnahmen zur generellen Entfernung von Efeu an Bäumen in unseren Dörfern und Städten abzulehnen.

Der Efeu auf der Anklagebank...

Viele Menschen sind leider der Meinung, dass Efeu für Schäden oder sogar für den Tod von Bäumen verantwortlich ist. Sie vermuten, dass der Efeu seine Wurzeln wie ein Parasit in den Stamm des von ihm bekletterten Baumes bohre und dessen Leitungsbahnen anzapfe, dass der Baum durch den Efeu von Luft und Wasser abgeschnitten würde oder dass der Efeu dem Baum im Wurzelraum sämtliche Nährstoffe und Wasser wegnähme. Sie nutzen diese angeblichen Argumente, um diese einheimische Kletterpflanze, die bis zu 400 Jahre alt werden kann, zu entfernen.

Generell stellt Efeu für unsere Bäume keinerlei Bedrohung dar. Dies bestätigen wissenschaftliche Studien aus ganz Europa (s. u. Abhandlung des BUND-Landesverbandes Hannover). Lediglich kleinere Gehölze wie Obstbäume oder Großsträucher wie Weißdorn können, wenn man den Efeu völlig ungehindert wachsen lässt, überwuchert und ausgedunkelt werden. In Einzelfällen kann sich möglicherweise die Wind- und Schneebruchgefahr erhöhen, vor allem bei einer Vorschädigung des Baumes. 

Efeu als Lebensraum

Efeu ist ein wichtiger Bestandteil des Biotop- und Artenschutzes. Er bietet Lebensraum für Vögel und Insekten. Im Herbst sind die unscheinbaren gelb-grünen Efeublüten eine der letzten Nahrungsquellen für Bienen und andere Insekten. Im Winter fressen unsere hier überwinternden Vogelarten die blau-schwarzen Früchte des Efeus in ansonsten häufig kahlen Gärten.

Nebenbei belebt der immergrüne Efeu auch im Winter unsere Gärten und lässt ganzjährig graue Betonwände oder Mülltonnen verschwinden.  

Ihre Ansprechpartnerin

Ann Kristin Montano

Öffentlichkeitsarbeit & Naturschutz
E-Mail schreiben Tel.: 0431 66 060-40

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