Der stark verbissene Baum macht die Notwendigkeit von Verbissschutz auf beweideten Streuobstwiesen eindrücklich klar.
Die AG Streuobstwiesen führt regelmäßig Schnittkurse, Exkursionen oder Infostände durch. So fand Anfang Februar, nachmittags auf der Hochzeitswiese an der Marienau bei Flensburg, ein Obstbaumschnitt-Kurs statt. Dieser wurde gefördert durch BINGO! – die Umweltlotterie und unterstützt durch den BUND Schleswig-Holstein.
Der Obstbaum-Schnittkurs
Meinolf Hammerschmidt vom Pomarium Anglicum – erst kürzlich mit dem bundesweiten Oberdieck-Preis ausgezeichnet – und Olek Ceban von der Baumschule Alte Obstsorten Ceban zeigten grundlegende Kenntnisse zur Schnitt-Technik. Der Schnittkurs in Flensburg war gut besucht, mit etwa 20 hochmotivierten Teilnehmer*innen. Ein Zeichen dafür, dass die in Deutschland vielerorts kulturhistorischen Streuobstwiesen auch bei uns in Schleswig-Holstein nichts an Aktualität und Attraktivität eingebüßt haben.
Auch das Wetter spielte mit – das A und O der guten Laune und somit ein wichtiger Bestandteil eines erfolgreichen Schnittkurses. Entsprechend positiv waren die Rückmeldungen der Teilnehmer*innen. Insbesondere die Kombination aus theoretischem Fachwissen und praktischen Anwendungsbeispielen überzeugte die Obstwiesen-Liebhaber*innen in spe.
Der einzig ernüchternde Punkt: Eine Schafherde hatte in den Wochen zuvor etwa ein Drittel der Bäume stark verbissen. Ein eindrückliches Beispiel für die Notwendigkeit effektiven Verbiss-Schutzes, auch in milden Wintern ohne Schnee und somit ohne Futterdruck.
Mitmachen und Kontakt
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