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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

BUND begrüßt fahrradfreundliche Novelle, auch ohne Verkehrsminister Buchholz

05. April 2019 | Mobilität, Stadtnatur

Kiel: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Schleswig-Holstein begrüßt den positiven Ansatz zugunsten klimafreundlicher Mobilität einer, auf der Verkehrsministerkonferenz in Saarbrücken diskutierten „fahrradfreundlichen Novelle“ der Straßenverkehrsordnung.

 (Free-Photos / Pixabay )

Die dazu von FDP-Verkehrsminister Bernd Buchholz getroffene Warnung, mit Erleichterungen für Radfahrer den Autoverkehr über Gebühr zu erschweren, sieht der Verband hingegen als rückwärtsgerichtetes Mobilitätsdenken, das eine klimazerstörende Autolobby unterstützt.
„Hier macht Verkehrsminister Buchholz deutlich, dass er die Zeichen der Zeit nicht erkennt.“, so Ole Eggers, Geschäftsführer des BUND. „Es ist widersprüchlich, sich erst fahrradfreundlich zu geben und eine Radstrategie für Schleswig-Holstein erarbeiten zu wollen und dann solche Äußerungen, die den Radverkehr weiter ausbremsen, zu tätigen. Seit Monaten gehen vor allem junge Menschen auf die Straße, um auch die letzten Nachzügler aufzuwecken, die die Klimakrise verpennen. In dem Zusammenhang wirken die Aussagen des Verkehrsministers wie aus einem vergangenen Jahrhundert.“


„Die Leichtigkeit und Sicherheit des Kfz-Verkehrs darf nicht länger die übergeordnete Zielsetzung des Straßenverkehrsgesetzes sein.“ bewertet auch Kirsten Kock, Referentin für Mobilität und Klima beim BUND die Aussage kritisch. „Umweltfreundliche Mobilität muss attraktiver gemacht werden. Die Novelle geht in die richtige Richtung.“


Der BUND Schleswig-Holstein fordert bereits seit Längerem eine Positionierung des Landes zu umweltfreundlichen Mobilitätsmaßnahmen sowie eine Überarbeitung der Straßenverkehrsordnung. Zu den Forderungen gehören Schutzstreifen für Radfahrer außerorts, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts und die notwendige Priorisierung des Umweltverbundes, also von schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen wie Fußgängern, Radfahrern und dem ÖV.


Pressekontakt: Ole Eggers, Geschäftsführer BUND Schleswig-Holstein,
Telefon: 0178 63 50 719, E-Mail: ole.eggers(at)bund-sh.de


Kirsten Kock, Referentin für Mobilität und Klima, BUND Schleswig-Holstein
Telefon: 0176 55 90 78 50, E-Mail: kirsten.kock(at)bund-sh.de

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