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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Mobilitätsindex: Schleswig-Holstein Fünftletzter

07. November 2018 | Mobilität

Der am 7. November 2018 in Berlin vorgestellte Bundesländerindex Mobilität & Umwelt platziert Schleswig-Holstein auf dem fünftletzten Platz der Bundesländer. Trotz einer leichten Verbesserung um eine Position, bleibt Schleswig-Holstein damit in der Schlussgruppe der von der Allianz pro Schiene, Deutschem Verkehrssicherheitsrat und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Auftrag gegebenen Untersuchung. Der BUND fordert die Landesregierung deshalb auf, zeitnah konkrete und verbindliche Ziele zu Verkehrssicherheit, Lärmreduktion, Steigerung der Luftqualität und Reduktion des Flächenverbrauchs zu verabschieden.

 (Frederik Meissner)

„Im Vergleich zum letzten Untersuchungszeitraum 2016-2017 konnte sich Schleswig-Holstein nur um einen Platz verbessern. Platz 12 von 16 Bundesländern ist zu wenig. Schleswig-Holstein hat insgesamt nur 45 von 100 Punkten bekommen. Im Vergleich: Gesamtsieger Baden-Württemberg kommt auf 65 von 100 Punkten“, fasst BUND-Landesgeschäftsführer Ole Eggers die Ergebnisse zusammen.

„Insbesondere beim Flächenverbrauch schneidet Schleswig-Holstein schlecht ab: viertletzter Platz. Auch bei Lärmminderung, Klimaschutz und Luftqualität liegt das Land nur im Mittelfeld. Fatal sieht es bei der Verkehrssicherheit aus: Vorletzter Platz. Das Land muss endlich gegensteuern und dazu braucht es erst einmal mal verbindliche Ziele“, fordert Eggers.

Der Bundesländerindex Mobilität & Umwelt wurde erstmals 2016 vom Qualitätsforschungsinstitut Quotas aus Hamburg im Auftrag der Allianz pro Schiene, dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat und dem BUND veröffentlicht. Die Studie wertet dabei vorhandene Daten vom Statistischen Bundesamt, der Länderinitiative Kernindikatoren, dem Länderarbeitskreis Energiebilanzen und dem Umweltbundesamt aus.

„Um besser werden zu können, muss man sich Ziele setzen: Schleswig-Holstein hat jedoch keine konkreten mobilitätsspezifische Ziele im Bereich Lärmminderung, Flächenverbrauch, Luftqualität und Verkehrssicherheit. Den größten Einfluss auf die Umwelt hat der anhaltende Flächenverbrauch – auch durch immer neue Straßenbauprojekte. Gerade hier fehlt Schleswig-Holstein weiter ein konkretes und verbindliches quantitatives Ziel zur Begrenzung der Flächenversiegelung“, erläutert Kirsten Kock, BUND-Mobilitätsreferentin in Kiel. „Beim Flächenverbrauch kann und muss das Land jetzt aktiv werden. Die Neufassungen des Landesentwicklungsplans und der Landesbauordnung müssen so gestaltet werden, dass die weitere Versiegelung von Flächen gestoppt wird“, mahnt Kock abschließend.

Weitere Informationen sowie die Grafik finden Sie hier:
Allianz pro Schiene


Pressekontakt:
Kirsten Kock, BUND-Referentin für Mobilität
0431 66 060-41, kirsten.kock(at)bund-sh.de

Ole Eggers, BUND-Landesgeschäftsführer
0431 66 060-60, 0178 63 50 719, ole.eggers(at)bund-sh.de

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