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BUND-Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Konfliktpunkt Wolf

25. Februar 2019 | Wildnis, Naturschutz

Es wird nicht zu verhindern sein, dass Wölfe in Schleswig-Holstein heimisch werden. Wir werden lernen, mit Wölfen zusammenzuleben und entsprechende langfristige Maßnahmen treffen, um Nutztiere und ihre Halter*innen zu schützen.

Seit Februar hat die Diskussion in Schleswig-Holstein, wie man mit Wölfen umgeht, neue Formen angenommen. Auslöser der verschärften Diskussion war vor allem der sogenannte Wolf GW924m, der mehrere Schafe riss. GW924m hat gelernt, Weidezäune zu überwinden – und hier liegt das Problem. Damit er dieses erlernte Wissen nicht an potentielle Nachkommen weitergeben kann, wurde er von Umweltminister Albrecht zum Abschuss freigeben. Der BUND-SH spricht sich klar gegen dieses Urteil aus. Kurzfristige Maßnahmen wie Abschussgenehmigungen sind keine konstruktive und nachhaltige Lösung mit den Heimkehrern umzugehen.  

Um weitere Konflikte zu vermeiden, fordert der BUND-SH, dass von Seiten der Behörden der Informationsfluss in Bezug auf Abschussgenehmigungen deutlich transparenter gestaltet wird als bisher. Hierfür ist dem "Runden Tisch Wolf" vor einer entsprechenden Genehmigung Akteneinsicht zu gewähren und er ist in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen.
Außerdem fordert der BUND-SH die verstärkte finanzielle Förderung von Weidetierhalter*innen von staatlicher Seite. Die Weidetierhaltung muss weiterhin wirtschaftlich auskömmlich sein und die Halter*innen müssen ausreichend befähigt werden, ihre Nutztiere gemäß des Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (BMEL) vor Schaden zu bewahren.

Dass der Wolf in den nächsten Jahren vermutlich in mehreren Regionen Schleswig-Holsteins resident werden soll, begrüßt der BUND-SH ausdrücklich. 

Hier ein Beitrag des NDR zum Thema vom 25.2.2019.

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