Jetzt kooperieren

Welche Chancen bietet eine Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden?

Ein Treffen kann der Anfang einer regionalen Kooperation sein  (Patrick Sommer / Pixabay)

Für eine flächensparende Ausrichtung der Region sind neben den klassischen Planungsinstrumenten der Raumordnung und verbindlichen Vorgaben durch die Landesplanung vor allem interkommunale Kooperationen – also eine Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden – von Bedeutung. Interkommunale Ansätze einer übergreifenden Flächennutzungsplanung (mehr zu F-Plänen) oder einer auf Kooperation aufbauenden Siedlungsentwicklung ergänzen die Handlungsmöglichkeiten der Kommunen.
Dabei ist die gemeinsame Siedlungsflächenentwicklung bereits eine Form der tiefergehenden Zusammenarbeit. Der Wettbewerb um potenzielle Neubürger*innen kann so gemildert werden und durch die Aufteilung von Aufgaben zwischen den Gemeinden sogar von finanziellem Vorteil sein. Gerade in Regionen mit Stadt-Umland-Gefälle (große Nachfrage in der Stadt, Bevölkerungsrückgang auf dem Land) kann eine gemeinsame Entwicklung von Siedlungsflächen eine wichtige Rolle spielen. Auf dem Weg zu verbindlichen Formen der Zusammenarbeit kann es sich lohnen, wenn sich Gemeinden zuerst in einem lockeren Rahmen annähern. Unverbindlichere Ansätze können dabei helfen, eine Vertrauensbasis zu schaffen, bevor über konkrete Verträge oder das Finanzielle gesprochen wird.
Erste Schritte einer kommunalen Kooperation sind durch gemeinsames Lernen und Kennenlernen geprägt und können dazu dienen, gemeinsame Interessen zu erkennen, eine optimale Arbeitsteilung zu ermöglichen und allen Seiten das Gefühl geben, von der Zusammenarbeit zu profitieren. Dabei sollte sichergestellt werden, dass der Verzicht einer Gemeinde auf der einen Seite, durch eine Besserstellung in anderen Bereichen erfolgt – dies kann auch in Bereichen, die über die Siedlungsentwicklung hinausgehen, erfolgen.

BUND-Bestellkorb